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Ville CampusBau der Hochschule des Bundes in Erftstadt schreitet voran

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Männer und Frauen stehen vor einem Rohbau.

Freuten sich über den schnellen Bau: Hans-Jürgen Riffel, Bauleiter bei Kaufmann Bausysteme (v.l.), Zimmermeister Horst Sapper, Dr. Sabine Leppek, Präsidentin der Hochschule des Bundes, Bürgermeisterin Carolin Weitzel, Bauherr Markus Mertens von der gleichnamigen Vermögensverwaltung GmbH, Architekt Marc Böhnke von „greeen! architects“, Matthias Wolf, Niederlassungsleiter von Wolff & Müller am Standort Köln, und Tim Cramer, Projektmanager bei der Markus Mertens Vermögensverwaltung GmbH.

Genau ein Jahr nach dem ersten Spatenstich für die neue Außenstelle der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung wurde am Freitag in Liblar Richtfest gefeiert.

Das Bauprojekt Ville Campus schreitet mit großen Schritten voran. Genau ein Jahr nach dem ersten Spatenstich wurde am Freitag (6. März) in Erftstadt-Liblar Richtfest gefeiert. Genau ein Jahr nach dem ersten Spatenstich für die neue Außenstelle der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung wurde am Freitag in Liblar Richtfest gefeiert.

Der Ville Campus entsteht derzeit auf rund 34.000 Quadratmetern an der Kreisstraße 44 zwischen der Waldorfschule und dem Wohngebiet am Schießendahl. Neben den Bauherren und der Hochschule begrüßte Bürgermeisterin Carolin Weitzel die Gäste.

Hochschule bildet Nachwuchs für gehobenen nichttechnischen Dienst in der Bundesverwaltung aus

„Besonders beeindruckend ist das richtungsweisende, moderne und ökologisch sowie ökonomisch verantwortungsbewusste städtebauliche Konzept“, sagte die Bürgermeisterin. Durch die überwiegende Holzmodulbauweise würden rund 6000 Tonnen CO₂ langfristig gebunden. Und auch werde der Campus vollständig ohne fossile Brennstoffe betrieben. 

Sie sprach zudem von einem verantwortungsvollen Bildungsauftrag der Hochschule. „Bei der zunehmenden Polarisierung in unserer Gesellschaft ist das auch ein wichtiger Beitrag für unsere Demokratie.“ Weitzel hob zudem die positiven Effekte der Hochschule für Erftstadt hervor: „Studierende, Dozenten, die Assistenten und die Mitarbeitenden der Verwaltung werden unsere Stadt sicherlich lebendiger werden lassen und sie noch bunter und noch attraktiver gestalten.“

Zwei Frauen stehen an einem Stehtisch.

Dr. Sabine Leppek, Präsidentin der Hochschule des Bundes (l.), und Bürgermeisterin Carolin Weitzel.

Zu sehen ist eine Torte mit grünem Fondant und einem Spielzeugbagger und weiteren Baustellenspielzeugen.

Eine passende Torte gab es auch zum Richtfest.

Dr. Sabine Leppek, Präsidentin der Hochschule des Bundes: „Wenn wir heute vom Ville Campus sprechen, dann sprechen wir von einem Ort der Begegnung, der Gemeinschaft und der nachhaltigen Verantwortung einer gemeinsamen Zukunft.“

Die Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung bildet den Nachwuchs für den gehobenen nichttechnischen Dienst in der Bundesverwaltung aus. In Erftstadt sollen ab Sommer 2027 mehr als 500 Studierende ausgebildet werden. Neben Verwaltungs- und Lehrräumen entstehen auch 530 Wohnungen.

Leppek betonte daher, man schaffe nicht nur einen Gebäudekomplex, sondern einen Ort, an dem künftig gelehrt, gelernt, gewohnt und an der Zukunft der Bundesverwaltung gearbeitet werde. Passend zum Richtfest sagte sie: „Möge dieses Haus stets ein Ort der Zukunft, des Glücks und des Wissens sein.“

Erftstadt: Hochschule des Bundes in Liblar soll 2027 eröffnen

Lobende Worte fand Bauherr Markus Mertens von der gleichnamigen Vermögensverwaltung GmbH. Was an Geschwindigkeit und Zusammenarbeit mit den Firmen Kaufmann Bausysteme und Wolff & Müller möglich gewesen sei, habe ihn beeindruckt. Zudem lobte er die Zusammenarbeit mit der Stadt Erftstadt. „Das war außergewöhnlich. So macht Bauen Spaß.“

Bauherr Markus Mertens (v.l.), Zimmermeister Horst Sapper beim Richtspruch und Hans-Jürgen Riffel, Bauleiter bei Kaufmann Bausysteme.

Dann ging es für Mertens, Zimmermeister Horst Sapper und Bauleiter Hans-Jürgen Riffel, beide von Kaufmann Bausysteme, aufs Gerüst. Unter Applaus ließen sie nach dem Richtspruch des Zimmermeisters ihre Gläser zerschellen. 

Der Begriff Leuchtturmprojekt hatte sich bereits beim Spatenstich für den neuen Standort der Hochschule des Bundes in Liblar etabliert. Architekt Marc Böhnke von „greeen! architects“ betonte, es gebe nicht viele Projekte, bei denen Holzbau so konsequent und in der Größe umgesetzt werde: „Es ist ein ästhetisches, zukunftsfähiges Projekt.“

Am Abend vor dem Richtfest gab es eine weitere positive Nachricht: Das Projekt wurde am Donnerstagabend zum „KlimaQuartier.NRW“ ernannt. Dieses Landesprojekt initiiert und fördert den Bau und die Sanierung von energieeffizienten und klimafreundlichen Quartieren. 2025 wurde bereits das „Solarquartier+“ in Erftstadt-Bliesheim als „KlimaQuartier.NRW“ ausgezeichnet.