Der Strafraum des Fußballplatzes in Friesheim ist der Lieblingsort von Sophie Schartner. Ihr Team ist in die Bezirksliga aufgestiegen.
Kapitänin des SC FriesheimDieser Kunstrasen in Erftstadt ist ihr Lieblingsplatz

Der Lieblingsplatz von Sophie Schartner ist auf dem Fußballplatz in Friesheim. Sie ist Kapitänin der Damenmannschaft.
Copyright: Eva-Maria Zumbé
Eine ungewohnte Ruhe liegt über dem Kunstrasenplatz des SC Schwarz-Weiß Friesheim. Kein Vergleich zum Trainingsbetrieb oder zur Stimmung während der Heimspiele: Dann rufen sich die Spielerinnen und Spieler Ansagen über den Platz zu, Trainer geben Kommandos und Familie und Freunde feuern die Mannschaften von der Seitenlinie aus an.
An diesem Freitagnachmittag ist geschäftiges Treiben lediglich von der Tennisanlage nebenan zu hören. Die einzige Spielerin, die vor dem rot angestrichenen Sportlerheim sitzt, ist Sophie Schartner, Kapitänin der Friesheimer Damenmannschaft.
Erftstadt: Friesheimer Kapitänin fühlt sich im Strafraum wohl
Der Fußballplatz in Friesheim ist ihr Lieblingsplatz. „Wenn ich da mit den Mädels stehe, und sei es nur zum Training, das ist einfach wie quasi Urlaub.“ Sie könne den Kopf ausschalten und sich nur noch aufs Spielen konzentrieren. Ein weiterer Pluspunkt: Spaß mit ihren Freunden.
Wenn sie ihren Lieblingsplatz genauer eingrenzen müsste, wäre es wohl in Richtung Strafraum – den man auch als Sechzehner oder Sechzehnmeterraum bezeichnet. Schartner ist Innenverteidigerin. Sie betont bei einer Runde über den Sportplatz: „Der hintere Bereich ist auf jeden Fall meiner. So oft komm ich nicht vors gegnerische Tor“, sagt sie und lacht. Nur bei Ecken müsse sie immer mit nach vorne – ein Indiz dafür, dass sie kopfballstark ist.

Der Lieblingsplatz von Sophie Schartner ist der Strafraum des Friesheimer Platzes.
Copyright: Eva-Maria Zumbé
Der Kunstrasenplatz von Schwarz-Weiß Friesheim wurde im August 2023 offiziell eröffnet. Über viele Jahre hatte sich der Verein davor um den neuen Platz bemüht. Die Atmosphäre auf dem Platz kennt Sophie Schartner nur zu gut, wie als Kapitänin bei Heimspielen aufzulaufen. „Das ist Freude, das ist auch Stolz, da stehen zu dürfen. Das sind nur positive Gefühle, die man dann hat“, betont sie.
Die Spielerin kommt aus Nörvenich. Vor Kurzem hat sie ihre Ausbildung zur Immobilienkauffrau beendet. In Friesheim spiele sie seit elf, zwölf Jahren, angefangen in der D-Jugend, erläutert die 22-Jährige. „Ich habe mich hier von Anfang an richtig wohlgefühlt.“ Alle Mannschaften kämen gut miteinander aus und unterstützten sich gegenseitig, sagt sie.
Aufstieg in die Bezirksliga nach erster Saison in neuer Konstellation
Kapitänin ist sie erst seit der vergangenen Saison. „Es ist ein schönes Gefühl.“ Natürlich habe sie ein bisschen mehr Verantwortung, aber auf dem Platz habe sich für sie nicht viel geändert.
Eine kurze Zeit hätten die Friesheimer keine Mannschaft melden können beziehungsweise sie hätten zurückgezogen. Die Mannschaft hat sich schließlich neu aufgestellt: „Mit meiner Truppe spielen wir erst ein Jahr“, betont die Abwehrspielerin. „Wir waren ein wild zusammen gewürfelter Haufen.“

Die Mannschaft von Sophie Schartner ist in die Bezirksliga aufgestiegen.
Copyright: Eva-Maria Zumbé
Doch nach nur einem Jahr in neuer Konstellation ist der Mannschaft etwas gelungen, woran zu Anfang der Saison keiner gedacht hätte: der Aufstieg in die Bezirksliga. „Bis zum letzten Spieltag war es spannend.“ Erst dann konnten sie die Meisterschaft und den Aufstieg festmachen. „Das war für uns unbeschreiblich.“
Es hätte sich schnell gezeigt, dass sie alle super gut miteinander klarkommen und auf dem Platz harmonieren. Klar hätte es zwischendurch ein paar Dämpfer, ein paar Niederlagen gegeben. Sie betont aber: „Niederlagen gehören dazu, man kann nicht jedes Spiel gewinnen.“
Sophie Schartner blickt nun mit Aufregung und Neugier auf die kommende Saison. „Wir sind alle richtig motiviert und gespannt, was da auf uns zukommt.“

