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Insolvente KlinikLösung für Parkproblem am Marien-Hospital Erftstadt in Sicht

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Autos stehen an einer Straße entlang.

Ein bekanntes Bild: Entlang der Carl-Schurz-Straße reihen sich die Autos aneinander.

Wer am Marien-Hospital parken möchte, findet auf den Parkplätzen oftmals keine freie Lücke. Nun sollen Flächen bewirtschaftet werden.

Wer einen Behandlungstermin im Marien-Hospital Erftstadt-Frauenthal hat oder dort jemanden besuchen möchte, der kennt das Problem: Oftmals finden sich auf den Parkplätzen an der Carl-Schurz-Straße und am Münchweg keine freien Plätze mehr.

Viele Besucherinnen und Besucher sowie Patientinnen und Patienten müssen sich daher andere Parkmöglichkeiten suchen. Ein bekanntes Bild ist daher die vollgeparkte Carl-Schurz-Straße, an der sich auf etwa 200 Metern Pkw an Pkw reiht. Immer wieder echauffieren sich auch Nutzer in den sozialen Medien über die Parksituation am Krankenhaus.

Erftstadt: Parkraum vor dem Marien-Hospital soll eingeführt werden

Nun zeichnet sich für das Parkproblem in der Umgebung des Krankenhauses eine Lösung ab. Es soll ein Parkraumbewirtschaftungssystem eingeführt werden. Auf Anfrage dieser Redaktion teilte Insolvenzverwalter André Dobiey aus der Kölner Kanzlei Niering Stock Tömp nun mit: „Im zweiten Quartal soll das Parksystem an den Start gehen.“ Das Parksystem soll Dobiey zufolge einerseits mit einer Kennzeichenerkennung funktionieren, andererseits mit Parkschranken oder Wächtern.

Zu sehen sind Autos auf einem vollgeparkten Parkplatz.

Kein freier Platz mehr auf den Parkplätzen am Marien-Hospital an der Carl-Schurz-Straße und wie hier am Münchweg.

In den Gesprächen mit dem Dienstleister, der auch später alles einrichten werde, sei man relativ weit fortgeschritten, teilte der Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht weiter mit. Derzeit sei man auch damit beschäftigt, eine Regelung für die Mitarbeitenden des Krankenhauses, des APZ und des Hospizes zu finden.

Es wird einerseits die Situation entschärfen, die zum Teil sehr chaotisch ist
André Dobiey

Die Vorteile laut Dobiey: „Es wird einerseits die Situation entschärfen, die zum Teil sehr chaotisch ist.“ Ein weiterer Vorteil sei, dass die Parkraumbewirtschaftung dem Krankenhaus etwas Geld bringe. Wie viel, sei noch nicht ganz klar. „Aber es wird sicher ein beträchtlicher Betrag sein, der uns hilft, das Krankenhaus zu stabilisieren, durch die Insolvenz zu bringen und auch später relevant wäre für einen neuen Betreiber.“

Wie viel das Parken am Krankenhaus Besucher und Patienten bald kosten wird, ist bislang nicht klar. Die genauen Beträge seien noch nicht festgelegt worden, sagte der Rechtsanwalt. Dobiey spricht von „nicht mehr als zwei Euro pro Stunde und nicht mehr als zehn Euro pro Tag“. Er sagte, es sei Standard, dass man an Krankenhäusern eine Parkgebühr bezahlen müsse.

Einen Tag vor Heiligabend 2025 hatten die rund 400 Beschäftigten erfahren, dass die Klinikleitung tags zuvor einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Köln eingereicht hatte. Die Insolvenz betrifft ausschließlich die Stiftung Marien-Hospital Erftstadt-Frauenthal. Nicht von der Insolvenz betroffen sind die Münch-Stift-APZ GmbH als Betreiber der Altenhilfe und die Hosta gGmbH als Betreiber des „Haus Erftaue“, die auch zum Verbund der Stiftung gehören.

Im Hospiz und Altenpflegeheim sei die Situation wirtschaftlich stabil, wie Dobiey im Februar im Erftstädter Stadtrat mitteilte. In der Sitzung sagte er auch, dass man im Laufe des zweiten Quartals hoffentlich eine Lösung für das Krankenhaus finden werde.