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Feldhof in Frechen-BachemDas Haus am See ist fast fertig

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In den Terrassenfenstern des Feldhofes ist das Fachwerkgebälk zu erkennen – es wurde ausgebaut und originalgetreu wieder eingebaut.

Frechen – Eine Schildkröte sonnt sich auf einem Ast im Wasser, Enten huschen über die Wasseroberfläche, eine Gänsemutter ist mit ihren Küken unterwegs. Der See am Feldhof ist wieder ausgebessert und aufgestaut worden. Und der kleine denkmalgeschützte Hof aus dem 18./19. Jahrhundert ist auch wieder herausgeputzt.

Dessen Regenwasser wird in den See geleitet. „Wenn wir ihn nicht restauriert hätten, wäre er verfallen“, sagt Architekt Dirk Lüderwaldt. Mehr als zwei Jahre lang hat er ihn in enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt wieder auf Vordermann gebracht und zu sechs barrierefreien und energieeffizienten Mietwohnungen in der Größe von 92 bis 200 Quadratmetern ausgebaut. Auch die Scheune und die Ställe sind ausgebaut worden. Der Hof bleibt im Besitz der Familie von Fürstenberg.

Kein Zäune

Bei zwei Häusern wurde das Mauerwerk gerettet, die übrigen sind mit grauem Lärchenholz verkleidet worden, auch innen ist viel erhalten geblieben. Fachwerkbalken ziehen sich durch die Wohnungen, die alle ihre eigenen Charakter haben. So beherbergt der ehemalige Stall die größte Wohnung mit einem Haus-im-Haus-Konzept. Die Außenwände sind stehen geblieben, innen sind neue Wände hochgezogen worden. In dem ehemaligen Stallgebäude wurden die Fenster aus Stahl ausgebaut, erneuert und wieder eingesetzt. Dahinter befinden sich die eigentlichen dreifach verglasten Fenster. Ein Nußbaum steht im Innenhof, der als Gemeinschaftsfläche dienen soll. Zäune gibt es keine. Nach außen hin hat jede Wohnung ihre eigene sichtgeschützte Grünanlage.

Eines der schwierigsten Probleme bei der Sanierung sei die Situation des Feldhofes gewesen, der „grundsätzlich in einem schlechten Zustand und zum Teil baufällig war“, sagt Architekt Lüderwaldt. Zudem stand das Grundwasser wegen des Braunkohletagebaus sehr hoch.

Die Feuchtigkeit wird durch eine Kunststoffplatte im Sockel von den Fundamenten ferngehalten, die Bodenplatten wurden alle neu gegossen. Teilweise wurden in den Wohnungen beispielsweise an den Balken die Spuren der Zeit nicht beseitigt, „damit man sieht, wie das Haus gebaut wurde“, so Lüderwaldt. Für Wärme sorgt eine Holzpellet-Heizung, die in einem eigenen ehemaligen Geräteschuppen untergebracht ist. Bis ins Jahr 2010 haben hier noch Menschen gewohnt. Früher war der Feldhof auch mal eine Gastronomie, bei der mitunter eine Musikkapelle auf der kleinen Insel im See gespielt hat.

Der Schildkröte hätte das vermutlich nicht gefallen.