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AuszeichnungDas ist der neue Träger des IFU-Wirtschaftspreises in Frechen

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Prof. Dr. Jürgen Höser (2.v.l.) wurde mit dem IFU-Wirtschaftspreis ausgezeichnet. Mit ihm freuten sich seine Frau Martina Schmitz-Höser, der IFU-Vorsitzende Ingo Arlinghaus (r.) und der Gastgeber Markus Teichmann, Verkaufsleiter Mercedes Benz AG Frechen.

Prof. Dr. Jürgen Höser (2.v.l.) wurde mit dem IFU-Wirtschaftspreis ausgezeichnet. Mit ihm freuten sich seine Frau Martina Schmitz-Höser, der IFU-Vorsitzende Ingo Arlinghaus (r.) und der Gastgeber Markus Teichmann, Verkaufsleiter Mercedes Benz AG Frechen.

Jürgen Höser wurde für seine langjährige Tätigkeit bei der Interessengemeinschaft Frechener Unternehmen (IFU) und seine Verdienste für die Wirtschaft geehrt.

Gleich zwei Premieren gab es am Donnerstagbend (18. Juni) bei der Verleihung des Wirtschaftspreises der Interessenvereinigung Frechener Unternehmen (IFU) in der neuen Mercedes Benz Niederlassung an der Bonnstraße: Zum ersten Mal wurde nicht ein Unternehmen, sondern eine Einzelperson ausgezeichnet.

Und zum ersten Mal wurde der Preis nicht vom IFU-Vorstand, sondern von uniformierten Karnevalisten übergeben. Diese besondere Ehre wurde Prof. Dr. Jürgen Höser zu teil: Der 72-jährige Jurist, langjähriger Geschäftsführer und Vorsitzender der Vereinigung, wurde nicht nur für seine Verdienste rund um die IFU, sondern auch für seinen Einsatz für die Wirtschaft in Frechen mit dem Preis geehrt.

Frechen: Laudatio rührte den Preisträger

Die Entscheidung sei der internen Jury auf seinen Vorschlag hin sehr leicht gefallen, berichte Ingo Arlinghaus, Vorsitzender der IFU. Sein Amtsvorgänger, der bereits Ehrenmitglied der Vereinigung ist, habe die Auszeichnung mehr als verdient. Den Preis und die Urkunde überreichte als Überraschung eine Abordnung der Prinzengarde Frechen, der Höser eng verbunden ist. „Wir haben zwar einen Professor in unseren Reihen, aber bei uns ist er einfach unser Onkel Jürgen“, gab ihr Vorsitzender Stefan Huck bei der Übergabe stolz zum Besten.

Höser selber zeigte sich sehr gerührt. Besonders die humorvolle und persönliche Laudatio von Rita Markus-Schmitz, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Köln, die ihn als „Herz und Kopf der IFU“ sowie als leuchtendes Beispiel für leidenschaftlichen Einsatz und als Leitstern würdigte, ging dem Juristen ans Herz. „Ich glaube, mir ist eine Fliege ins Auge geflogen, nur deshalb habe ich zwischendurch zum Taschentuch gegriffen“, sagte er in seiner Ansprache schmunzelnd.

Wir müssen immer daran denken, es geht nicht um uns, sondern um das Gemeinwohl
Prof. Dr. Jürgen Höser, IFU-Preisträger

Der Ausgezeichnete berichtete, er habe viele Jahre lang selber den Preis übergeben und sei dabei immer sehr aufgeregt gewesen. Das CDU-Ratsmitglied betonte, dass Frechen nach Jahren des Stillstandes vor großen Herausforderungen stehe und appellierte an Politik und Verwaltung: „Es geht jetzt um die Stadt, nicht um Einzelinteressen.“ Er sei froh, dass es endlich Fortschritte in den Planungen für Grube Carl, das Rhenania-Quartier und das ehemalige Kaufhof-Gelände gekommen sei. „Wir müssen immer daran denken, es geht nicht um uns, sondern um das Gemeinwohl“, mahnte Höser. 

Arlinghaus äußerte sich in seiner Begrüßung ebenfalls optimistisch: „Wir sehen, dass Bewegung rein kommt, ich will eine Lanze für Sie brechen“, sagte er mit Blick auf Bürgermeister Uwe Tietz.  Ihm sichere er die volle Unterstützung der Unternehmen zu. Die Wahl des Veranstaltungsorts, der neuen Mercedes Benz Niederlassung, solle die Möglichkeit der positiven Entwicklung am Standort Frechen in den Vordergrund rücken, erläuterte der IFU-Vorsitzende.

RWE entwickelt die Hauptwerkstatt Grefrath in ein Komeptenzzentrum

Tietz selber gab einen kurzen Überblick über die Entwicklungen in Frechen und wertete die Stadt als „nach wie vor attraktiven und erfolgreichen Standort“. Die Bürgerschaft sei aktuell aus vielerlei Gründen in Unruhe, aber die Stadt müsse vorangehen und einen Ausgleich zwischen den Interessen schaffen. „Es wird ein harter, steiniger Weg, aber am Ende werden wir hoffentlich gestärkt daraus hervorgehen“, so der Bürgermeister.

Optimistisch gab sich auch der Gastredner Thomas Körber, neuer Vorstand bei RWE Power: Frechen sei eine Heimat des Bergbaus, aber auch ein zukunftsfähiger Standort. Sein Unternehmen entwickele die Hauptwerkstatt in Grefrath in ein Komeptenzzentrum und der Prozeß um die Nachnutzung der Fabrik Wachtberg „laufe gut und komme voran“.

Das Schlußwort hatte der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Georg Kippels, der sich mit einer Videobotschaft aus Berlin an den Preisträger, einen Freund aus Studienzeite, richtete: „Unsere Wege haben sich immer wieder gekreuzt, ich schätze Dich als konstruktiven und kritischen Gesprächspartner.“ Höser griff erneut zum Taschentuch. 


Der Preisträger

Prof. Dr. Jürgen Höser (72) war sechs Jahre lang, bis Ende 2024, als Geschäftsführer und Vorsitzender der Interessenvereinigung Frechener Unternehmen (IFU) aktiv. Der Fachanwalt für Arbeitsrecht ist Honorarprofessor für Arbeits- und Wirtschaftsrecht an der Rheinischen Hochschule Köln und beratend für weitere Hochschule tätig. Er ist zudem Mitglied des vom Bundesarbeitsministeriums gebildeten Arbeitskreises Bildung und des Arbeitskreises Hochschulen zum Thema Rentenversicherungspflicht der selbstständigen Dozenten.Höser ist seit rund 50 Jahren Mitglied in der CDU, war 15 Jahre lang Rechnungsprüfer der CDU im Rhein-Erft-Kreis und ist für seine Fraktion seit Januar 2026 Ratsmitglied in Frechen. Er lebt mit seiner Familie in Bachem und ist Mitglied in vielen Frechener Vereinen.