Abo

80 PlätzeDas sind die Fakten zur neuen Unterkunft für Geflüchtete in Frechen

3 min
Auf dem Bild ist eine Bürgerversammlung im Ratssaal und eine Visualisierung der Unterkunft zu sehen.

Über die geplante Unterkunft an der Hochstedenstraße informierte die Verwaltung auf einer Bürgerversammlung im Sitzungssaal des Rathauses.

An der Hochstedenstraße sind drei Wohnblöcke sowie Auto- und Radstellplätze geplant. Die Unterkunft soll im zweiten Quartal fertig sein.

Wie sieht es mit dem Lärmschutz aus? Werden auf dem Grundstück neue Bäume gepflanzt? Warum sind auf den Flachdächern keine Photovoltaik-Anlagen geplant? Das waren nur einige der Fragen, die auf der Bürgerversammlung im Ratssaal den Vertreterinnen der Verwaltung am Mittwochabend (11. Februar) gestellt wurden. Die Stadt hatte zu einer Informationsveranstaltung zu der neuen Unterkunft für Geflüchtete an der Hochstedenstraße eingeladen und stellte ihre Pläne vor.

Auf dem zurzeit noch brachliegenden, rund 2400 Quadratmeter großen Grundstück neben dem Friedhof St. Audomar sollen rund 80 Personen in Wohncontainern untergebracht werden. Diese werden aus drei Wohnblöcken zusammengestellt – davon sind zwei zwei- und einer eingeschossig. Jeder Container hat eine Wohnfläche von circa 16 Quadratmeter, sie sollen mit jeweils zwei Personen belegt werden. Zudem soll es ein Nebengebäude für den Hausmeister, acht Stellplätze für Autos und 20 für Fahrräder geben. Eine spezielle Fläche ist für Müllcontainer vorgesehen, eine weitere muss für die Feuerwehr freigehalten werden. Gemeinschaftsräume sind nicht vorgesehen.

Frechen: Neue Unterkunft für rund 2,5 Millionen Euro

Die Fertigstellung der neuen Unterkunft ist für das zweite Quartal dieses Jahres geplant, die Baugenehmigung wird aktuell noch geprüft. Für die Nutzung der rund 2,5 Millionen Euro teuren Unterkunft plant die Stadt eine Dauer von rund zehn Jahren. 

Auf dem Grundstück ist ein brach liegendes Grundstück zu sehen.

Auf dem städtischen Grundstück an der Hochstedenstraße soll die neue Unterkunft für Geflüchtete entstehen.

In der Unterkunft werde eine sozialverträgliche Belegung mit Familien und Einzelpersonen angestrebt, so Nele Richter, Fachdienstleiterin Soziales, Wohnen und Integration. Wer genau dort untergebracht werden wird, könne sie noch nicht sagen. Fest steht aber, dass nicht nur neu nach Frechen kommende Geflüchtete dort eine Zuflucht finden, sondern auch Menschen aus anderen Unterkünften im Stadtgebiet einziehen werden. So auch Familien, die durch den Brand in der Unterkunft Norkstraße aktuell wieder in Zelten untergebracht werden müssen.

Ein Sicherheitsdienst ist nicht geplant

Richter erläuterte, dass tagsüber ein Hausmeister in der neuen Unterkunft vor Ort sei und Sozialarbeiterinnen und -arbeiter die Bewohner individuell beraten würden. Zudem gebe es regelmäßig Kontrollen durch die Verwaltung und eine Reinigung durch eine Fachfirma in den Sanitärbereichen und auf den Verkehrswegen.

Für Irritationen bei den Anwohnern sorgte die Information, dass in der Unterkunft kein Sicherheitsdienst geplant sei. Dies sei eher bei größeren Unterkünften der Fall, erklärte die Technische Beigeordnete Magdalena Pötschke. An der Hochstedenstraße ginge es primär um Wohnraum, es sei kein speziell zu schützendes Objekt. Sollte es jedoch zu Komplikationen kommen, werde über einen Sicherheitsdienst neu nachgedacht, versprach die Beigeordnete. 

Die Frage des Lärmschutzes sei unter anderem durch die Nachtruhe ab 22 Uhr geregelt, so Pötschke. Photovoltaik-Anlagen seien zu kostenintensiv für die recht kurze Nutzung der Container. Eine neue Bepflanzung sei aber geplant.