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IntegrationDas sind die Pläne des neuen Vorsitzenden der Flüchtlingshilfe in Frechen

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Auf dem Bild ist das Portrait eines Mannes in einem roten T-Shirt vor einer weißen Wand zu sehen.

Jürgen Weidemann ist neuer Vorsitzender der Flüchtlingshilfe in Frechen.

Der Gründer ist aus gesundheitlichen Gründen als Vorsitzender zurückgetreten. Das Sozialwarenhaus und Spenden finanzieren den Verein.

Zum neuen Vorsitzenden der Flüchtlingshilfe Frechen wurde auf der Mitgliederversammlung einstimmig Jürgen Weidemann gewählt. Der SPD-Politiker folgt auf den SPD-Ratsherrn Ulrich Lussem, der sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niederlegte.

Lussem hatte den Verein vor rund zehn Jahren angesichts der ersten Flüchtlingswelle gegründet und aufgebaut. Er habe die Vereinsarbeit als Vorsitzender maßgeblich geprägt, teilt die Flüchtlingshilfe mit einem Dank für sein langjähriges Engagement mit. Sein Einsatz habe den Verein zu dem gemacht, was er heute sei. 

Frechen: Kurzfilm mit Jugendlichen und einem professionellen Filmemacher

Im Mittelpunkt der Versammlung stand zudem der Rückblick auf zahlreiche geförderte Projekte für geflüchtete Kinder, Jugendliche und Familien in Frechen. So unterstützte der Verein unter anderem die Frechener Tafel, die Burgschule sowie Freizeit-, Bildungs- und erlebnispädagogische Angebote.

Dazu zählten auch eine Wochenendfahrt für Mütter und Kinder, ein Kletterprojekt mit rund 20 Kindern, eine Weihnachtsfeier für Familien aus den Unterkünften sowie die Unterstützung eines von einem professionellen Filmemacher mit Jugendlichen produzierten Kurzfilms mit Wünschen an die Stadt Frechen. 

Auf dem Bild sind zwei Frauen und zwei Männer vor einem Regal in dem Sozialkaufhaus zu sehen.

Ulrich Lussem (l.) gründete den Verein und stand ihm zehn Jahre lang vor. Anita Retsch, der neue Vorsitzende Jürgen Weidemann und Annelen Schumacher (r.) unterstützen das Team des Sozialkaufhauses.

Der Finanzbericht bestätige eine solide wirtschaftliche Grundlage des Vereins, getragen von Spenden, Mitgliedsbeiträgen und den Einnahmen des Sozialwarenhauses, so die Flüchtlingshilfe.

„Unsere Projekte zeigen, wie wichtig niedrigschwellige Angebote für Teilhabe, Bildung und Gemeinschaft sind“, sagte der neue Vorsitzende Jürgen Weidemann. „Das ehrenamtliche Engagement in Frechen ist stark ausgeprägt – und wir wollen es in unserem Verein im kommenden Jahr weiter ausbauen.“ So sollen die Aktivitäten im Stadtgebiet intensiviert und der Bereich Integration weiter gestärkt werden. 


Das Sozialwarenhaus der Flüchtlingshilfe Frechen

In dem Sozialwarenhaus, das der Verein an der Dr. Tusch-Straße 1-3 am Busbahnhof betreibt, werden gespendete Haushaltswaren aller Art zum kleinen Preis verkauft. Im Angebot sind auch Bettwäsche, Spiele, Kinderspielzeuge, Dekoartikel und vieles mehr. Jeder ist als Käufer willkommen.

Zurzeit helfen rund 25 Ehrenamtler bei der Annahme der Spenden und dem Verkauf. Interessierte, die mithelfen möchten, können sich unter 0178/4432021 oder online melden.

Der Verkauf findet dienstags, donnerstags und freitags von 15 bis 18 Uhr sowie freitags zusätzlich von 10 bis 12 Uhr statt. Die Spendenannahme ist jeden ersten und dritten Monat von 14.30 bis 16.30 Uhr möglich.

Nächster Termin ist nach der Weihnachtspause Mittwoch (7. Januar). Die Annahme sauberer, unbeschädigter und funktionsfähiger Artikel erfolgt im Mehrgenerationenhaus, Dr. Tusch-Straße 1-3 am Platz der Deutschen Einheit hinter dem Rathaus. Es ist möglich, im Schritttempo mit einem Auto vorzufahren. Es können nicht mehr als zwei Kartons oder Waschkörbe pro Person angenommen werden. Für größere Mengen können per E-Mail Termine vereinbart werden. (aj)