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Vor Grundschule entblößtExhibitionist verunsichert in Frechen Kinder und Eltern

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Symbolbild Streifenwagen mit Polizistinnen

Die Polizei fahndet nach dem bislang unbekannten Mann. (Symbolbild)

Die Schulleitung steht in engem Austausch mit der Polizei und gibt Tipps, wie sich die Familien verhalten sollen.

Die Verunsicherung und Sorge bei Kindern und Eltern sind groß: Vor der Johannesschule in Königsdorf wurde laut Berichten in dieser Woche (12. KW) mehrfach ein Mann gesehen, der sich entblößt hatte.

Die Schulleitung wandte sich gestern in einem Schreiben an die Eltern und Erziehungsberechtigten und teilte mit: „Im Zusammenhang mit dem Vorfall, bei dem sich in den vergangenen Tagen ein Mann wiederholt vor Kindern unserer Schule entblößt hat, liegt bislang leider noch keine Entwarnung vor.“

Das gesamte Personal ist sensibilisiert

Vonseiten der Schule seien mehrere Maßnahmen ergriffen worden: Sie stehe in engem Austausch mit der Polizei, dem Schulamt und den Schulpsychologen, und das gesamte Personal sei sensibilisiert.

Zudem sollten die Kinder vorerst nur noch zu zweit durch das Gebäude und zur Toilette gehen. „Während der Pausen halten sich die Kinder verstärkt im Zentrum des Schulhofes auf, und das aufsichtsführende Personal patrouilliert vermehrt entlang der äußeren Schulhofgrenzen. Zudem werden die Kinder bei den Entlasszeiten im offenen Ganztag durch das pädagogische Personal beaufsichtigt“, schreibt Schulleiterin Melanie Schmelzer.

Frechen: Kinder sollen möglichst nur in Gruppen unterwegs sein

Sie bitte die Eltern darum, mit den Kindern weiterhin im Gespräch zu bleiben, sie für umsichtiges Verhalten zu sensibilisieren, und beim Bringen und Abholen nach Möglichkeit darauf zu achten, dass die Kinder in Gruppen unterwegs seien und den Schulweg nicht alleine zurücklegen würden. Weiterhin appelliert sie, die Schule zu unterstützen und die Kinder nicht auf den Schulhof oder ins Unterrichtsgebäude zu begleiten, da dies Kinder verunsichere, die die Eltern als fremde Personen wahrnehmen würden.

Auf dem Bild ist ein Schulgebäude zu sehen.

Die Johannesschule ist einer der größten Grundschulen in NRW. (Archivbild)

Mit rund 500 Schülerinnen und Schülern ist die Johannesschule eine der größten Grundschulen in Nordrhein-Westfalen. In einem weiteren Schreiben der Elternpflegschaft heißt es, die Polizei bearbeite den Fall mit sehr hoher Priorität und sei vollständig sensibilisiert. Die Beamten würden darum bitten, möglichst keine Nachfragen bei der Polizei zu stellen, da viele Telefonate Kapazitäten binden würden, die dringend für die Ermittlungen gebraucht würden.

Es sei wichtig, besonnen zu bleiben und den zuständigen Stellen die Zeit zu geben, die sie für ihre Arbeit benötigen würden. Informationen sollten nur sachlich weiter gegeben werden, in den Elternchats sollten keine Gerüchte oder emotionale Nachrichten geteilt werden, heißt es in dem Aufruf.

Die Polizei erklärte auf Anfrage, dass die Ermittlungen liefen, sie aber sonst dazu zum aktuellen Zeitpunkt nichts sagen könne. Grundsätzlich empfiehlt sie, dass die Kinder aber auch Erwachsene auffällige Personen direkt bei der Polizei melden sollten.