Kinder der Johannesschule konnten wegen eines Problems mit der Brandmeldeanlage nicht in die Schule. Kitakinder werden auf andere Einrichtungen verteilt.
MängelSchüler in Frechen mussten ins Homeschooling – Kita wegen Heizungsausfall geschlossen

Der Schaden an der Alarmierungsanlage in der Johannesschule konnte schnell behoben werden.
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Die Liste der vielen baulichen Mängel an Schulen und Einrichtungen in Frechen ist direkt nach den Weihnachtsferien um zwei Objekte länger geworden: Die rund 500 Kinder der Johannes-Grundschule in Königsdorf mussten am Donnerstag, 8. Januar, überraschend zu Hause bleiben und in den Distanzunterricht gehen. Grund war eine nicht korrekt funktionierende Brandmeldeanlage. Zudem ist die städtische Kindertageseinrichtung „Die Frechen“ am Rosmarweg derzeit nicht nutzbar – die Heizungsanlage ist ausgefallen.
In Königsdorf können die Kinder am Freitag, 9. Janaur, wieder zurück in ihre Schule, der Schaden konnte am Nachmittag noch behoben werden: Die Anlage der Sprachalarmierung war „teildefekt“, erläutert die Stadt. Die Servicetechniker entdeckten einen defekten Verstärker, der das System gestört hatte. Das Problem konnte geklärt werden, die Anlage wurde überprüft und ist wieder funktionsfähig. Der reguläre Schulbetrieb könne weiter gehen, so die Stadt.
Frechen: Mit einer weiteren Schließung der Schule wird nicht gerechnet
Auf die angedachte Zwischenlösung mit vier Evakuierungshelfern, die heute von 7.30 bis 16 Uhr vor Ort sein sollten, um Bereiche ohne akustische Alarmierung abzudecken, könne verzichtet werden. Mit einer weiteren Schließung der Schule werde nicht gerechnet.
Dennoch ärgerten sich einige Eltern besonders über die Kurzfristigkeit der Nachricht des Schulausfalls. Erst mittwochabends gegen 18.30 Uhr sei die Meldung gekommen, dass die Schule am nächsten Morgen geschlossen sei, kritisiert ein Vater. Die Schule hatte für die Kinder, die nicht zuhause betreut werden konnten, eine Notgruppe mit 30 Plätzen angeboten, das Mittagessen musste mitgebracht werden.
Aus Gründen des Kinder- und Mitarbeitendenschutzes ist eine Betreuung unter diesen Umständen nicht mehr möglich
Länger als in Königsdorf müssen sich die Eltern, Kinder und Mitarbeiter der städtischen Kita „Die Frechen“ am Rosmarweg gedulden: Seit Montag ist die Heizungsanlage ausgefallen und derzeit nicht betriebsfähig, teilt die Stadt mit. Aus Gründen des Kinder- und Mitarbeitendenschutzes sei eine Betreuung unter diesen Umständen nicht mehr möglich. Die Konsequenz: Im gesamten Einzugsgebiet kommt es zu „einer vorübergehenden Neuorganisation der Kinderbetreuung“.
Um die Betreuung der rund 30 betroffenen Kinder weiterhin sicherzustellen, habe die Verwaltung gemeinsam mit den Leitungen der beteiligten Kindertageseinrichtungen kurzfristig tragfähige Lösungen entwickelt, teilt die Stadt mit. Ab Montag, 12. Januar, könnten die Kinder der Kita „Die Frechen“ in den benachbarten städtischen Einrichtungen „Kita Liliput“ und „Kita Severinchen“ betreut werden. Das pädagogische Personal werde verstärkt. Diese Lösung habe den „zeitlichen Puffer bis zum Ende des aktuellen Kita-Jahres am 31.Juli, so die Stadt. Eine Notbetreuung sei auch vor Montag gegeben.
Sicherheit und Wohl der Kinder ist oberste Priorität
„Die Sicherheit und das Wohl der Kinder haben für uns oberste Priorität. Gleichzeitig war es uns wichtig, den Familien trotz der plötzlich eingetretenen Situation verlässliche Betreuungsangebote im gleichen Einzugsgebiet zu machen“, erklärt die Stadtverwaltung Frechen. Die Stadt sei sich bewusst, dass die Umverteilung der Betreuung für viele Familien organisatorische Herausforderungen mit sich bringe.
Die ehemalige Elterninitiative „Die Frechen“ war erst zum 1. August 2025 nach einstimmigen Ratsbeschluss in die städtische Trägerschaft übernommen worden. Die Elterninitiative musste das Engagement aufgrund von Zeitmangel einstellen. Langfristig soll die Kita vergrößert werden, um Kinder aus dem geplanten Neubaugebiet Grube Carl mit zu versorgen.

