Bis November sollen kreisweit um die 500 Haltestellen im REVG-Gebiet umgebaut werden. f
Digitale FahrplananzeigerSo modernisiert die REVG rund 90 Haltestellen in Frechen

In Frechen rüstet die REVG ihre Haltestellen auf digitale Fahrplananzeiger um.
Copyright: Smilla Dankert/REVG
Rund 90 Haltestellen in Frechen werden nun auch von der Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft (REVG) schrittweise mit digitalen Fahrplananzeigen ausgestattet. Die bisherigen Papierfahrpläne und Tarifinformationen sollen dann digital in modernen E-Paper-Readern (kleine Lesegeräte mit Displays) an den Haltestellen angezeigt werden. Die Umrüstung ist für die nächsten Wochen geplant, sie startet am 24. August. Auch in Erftstadt werden die Geräte zur Zeit installiert.
Noch in diesem Jahr sollen rund 500 Haltestellen im REVG-Gebiet schrittweise bis Ende des Jahres auf digitale Fahrgastinformationssysteme umgebaut werden. In Kerpen und Erftstadt gibt es sie bereits, Elsdorf und Bedburg sollen als nächstes folgen. Laut REVG betragen die Gesamtkosten für das Projekt neun Millionen Euro, es gebe von go.Rheinland eine Förderung von 90 Prozent.
Mitte September 2025 hat die REVG nach eigenn Angaben den Auftrag zur Einrichtung digitaler Haltestellen an das schwedische Unternehmen Axentia Technologies AB vergeben. Den Zuschlag habe das Unternehmen in einer europaweiten Ausschreibung erhalten. Es ist im Rhein-Erft-Kreis bereits tätig: Seine solarbetriebenen E-Paper-Displays sind bei den Stadtverkehrsgesellschaften Hürth und Wesseling im Einsatz.
Frechen: Barrierefreiheit durch Vorlesefunktion
Die digitalen Anzeiger sollen künftig aktuelle Informationen auf einen Blick bieten, teilt die Stadt Frechen mit: „Neben den regulären Abfahrtszeiten und Tarifinformationen können auch Echtzeitauskünfte, Störungen oder Umleitungen angezeigt werden. Auch der jährliche Fahrplanwechsel erfolgt dann „per Knopfdruck“ ohne aufwendiges Austauschen der Pläne. Daneben kann die Anzeige perspektivisch bei Bedarf auch für Bevölkerungswarnungen genutzt werden.“
Die neuen Geräte sollen darüber hinaus auch einen Beitrag zur Barrierefreiheit leisten: Über eine Taste können sich blinde und sehbehinderte Menschen die nächsten Abfahrtszeiten durch die Sprachausgabe vorlesen lassen. Zudem seien die digitalen Fahrplananzeiger energieeffizient, da sie vollständig solarbetrieben sind.
