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Geflüchtete und ObdachloseSo steht es um die Unterkünfte in der Stadt Frechen

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Auf dem Bild sind Feuerwehrleute im Einsatz zu sehen.

Nach einem Brand in der Unterkunft Norkstraße ist das Gebäude unbewohnbar und soll langfristig abgebrochen werden.

Die Platzsituation sei weiter angespannt, teilt die Vewaltung mit. Die Unterkünfte sind zu knapp 91 Prozent ausgelastet.

Die Stadt Frechen hat aktuelle Zahlen zur Unterbringung und Versorgung von Geflüchteten und Obdachlosen im Stadtgebiet vorgelegt: Von 801  verfügbaren Plätzen sind 728 belegt. Dies sei eine insgesamt hohe Auslastung von knapp 91 Prozent der Unterbringungskapazitäten, so die Verwaltung. Sie teilt mit: „In mehreren Sozialräumen sowie einzelnen Standorten ist bereits eine Vollauslastung erreicht, sodass nur noch begrenzte Puffer bestehen.“ Die Platzsituation sei damit weiterhin angespannt.

Frechen: Mehr Menschen, die von Zwangsräumung bedroht sind

Insgesamt müsste die Stadt aufgrund ihrer Aufnahmeverpflichtung akutell noch 286 Geflüchtete aufnehmen. Aufgrund des Brandes im Januar in der Unterkunft Norkstraße, wodurch diese unbewohnbar geworden ist, war bis zum 20. Juni mit der Bezirksregierung Arnsberg eine Zuweisungsbeschränkung auf zwei Personen pro Woche vereinbart worden. Nach einer solchen Beschränkung käme es anschließend meist zu einer verstärkten Zuweisung, damit sich die Erfüllquote wieder den anderen Kommunen anpasse, teilte die Verwaltung mit.

Zudem bestehe weiterhin ein erhöhter Bedarf an der Unterbringung von wohnungslosen Menschen sowie von Familien und Einzelpersonen, die unter anderem von Zwangsräumungen bedroht seien. 

Verteilung der unterzubringenden Personen ist im Stadtgebiet ungleichmäßig

Mit einer nach Sozialräumen gegliederten Übersicht über alle in Frechen untergebrachten Personen, also Geflüchtete, Spätaussiedler und Obdachlose zusammen, wird deutlich, dass die Unterbringung ungleichmäßig im Stadtgebiet verteilt ist. Insbesondere in der Innenstadt sowie in Benzelrath und Habbelrath lägen die Zahlen weit über dem Zielbild und wiesen damit Belastungsschwerpunkte auf, erläutert die Verwaltung. Demgegenüber würden insbesondere in Königsdorf, Bachem, Hücheln und Grefrath sowie teilweise auch in Buschbell rechnerische Aufnahmepotentiale bestehen.

Machbarkeitsstudie für Unterkunft in Königsdorf in Vorbereitung

Für die städtischen Unterkünfte zeigte die Verwaltung Pläne rund um den jeweiligen Zustand der Gebäude auf. So müssen beispielsweise an der Bachemer Mauritiusstraße drei Wohnungen wegen eines Wasserschadens renoviert werden. Der Ende September auslaufende Mietvertrag in der Unterkunft Sibylla in Benzelrath soll nach Möglichkeit verlängert, die Unterkunft Norkstraße langfristig abgebrochen werden. Ein Abbruch ist auch für leerstehende Gebäude am Rosmarweg geplant, dort wird aktuell eine artenschutzrechtliche Prüfung II durchgeführt, um einen Neubau vorzubereiten.

Die fast fertig gestellte neue Unterkunft an der Hochstedenstraße mit rund 80 Plätzen soll im dritten Quartal dieses Jahres an den Start gehen, der Umbau des ehemaligen Etablissements Casa Amore an der Hermann-Seger-Straße sei in Planung und soll spätestens bis Ende des vierten Quartals 2026 abgeschlossen sein. Für das ehemalige Zirener-Gelände in Königsdorf, wo die Stadt eine Unterkunft für bis zu 150 Menschen prüft, sei die artenschutzrechtliche Prüfung II bereits beauftragt, zudem sei eine Machbarkeitsstudie in Vorbereitung, so die Stadt.