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CDU-FraktionVereine in Frechen sollen leere Hallen auf dem ehemaligen Zirener-Gelände nutzen

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Auf dem Bild sind ein Gebäude und zwei Hallen des ehemaligen Gartenbaubetriebs Zirener in Königsdorf zu sehen.

Die leer stehenden Hallen auf dem ehemaligen Zirener-Gelände sollen laut Antrag der CDU vorübergehend von Frechener Vereinen genutzt werden können.

Die Verwaltung prüft nach der Absage der ZUE die Einrichtung einer städtischen Unterkunft für bis zu 150 Geflüchtete auf dem Grundstück.

Die CDU-Fraktion Frechen setzt sich dafür ein, die Hallen auf dem ehemaligen Zirener-Gelände bis zu einer endgültigen Entscheidung über die zukünftige Nutzung des Areals für Frechener Vereine zugänglich zu machen. Einen entsprechenden Antrag hat die Fraktion für die kommende Ratssitzung am Dienstag, 14. Juli, eingebracht.

Ursprünglich war geplant, dass das Land NRW auf dem Gelände eine Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) für bis zu 300 Geflüchtete aufbaut. Die Stadt hatte das Gelände Ende 2024 für rund zwei Millionen Euro gekauft, das Land sollte die Fläche pachten. Rund 80 Prozent des Grundstücks sind von der Stadt als Ausgleichsfläche für Bauvorhaben vorgesehen.

Überraschende Absage der ZUE

Den Plan für eine ZUE hatte das Land Ende September 2025 aufgrund der gesunkenen Flüchtlingszahlen und der nötigen Artenschutzgutachten aufgegeben. Sie wurde für die Stadt überraschend abgesagt.

Ende Dezember 2025 hatte die Stadtverwaltung daraufhin in einem überarbeiteten Gesamtkonzept für die Unterbringung von Geflüchteten vorgeschlagen, auf dem Gelände eine städtische Unterkunft mit rund 150 Plätzen einzurichten – allerdings erst nach Abschluss der Artenschutz-Prüfungen. Naturschützer haben immer wieder betont, gegen eine Nutzung des Geländes zu klagen.

Auf dem Bild ist eine Luftaufnahme des ehemaligen Betriebsgeländes der Firma Zirener zu sehen.

Die Luftaufnahme zeigt das ehemalige Betriebsgelände des Gartenbaubetriebs Zirener an der Alten Aachener Straße in Königsdorf.

„Viele Vereine stehen regelmäßig vor der Herausforderung, geeignete Lagerflächen für Materialien, Sportgeräte, Festbedarf oder technische Ausstattung zu finden. Gleichzeitig stehen die Hallen auf dem ehemaligen Zirener-Gelände derzeit teilweise ungenutzt zur Verfügung“, heißt es nun in der Antragsbegründung.

Frechen: Besonders ehrenamtlich geführte Vereine sollen profitieren

Der CDU-Antrag sieht vor, die Hallen bis zur endgültigen politischen Entscheidung über die zukünftige Entwicklung des Geländes als Zwischenlösung für Vereine zur Verfügung zu stellen. Die Vergabe solle transparent und praxisnah erfolgen, damit insbesondere ehrenamtlich geführte Vereine von dem Angebot profitieren könnten.

„Unsere Vereine leisten einen unverzichtbaren Beitrag für das gesellschaftliche Leben in Frechen. Wo vorhandene Flächen vorübergehend genutzt werden können, sollten wir diese Möglichkeit auch prüfen und unbürokratisch bereitstellen“, erklärt Dominik Macherey für die CDU-Fraktion.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Stefan Hoss betont: „Gerade in Zeiten knapper Kassen müssen wir vorhandene Ressourcen sinnvoll nutzen. Wenn städtische Flächen vorübergehend leer stehen, können sie gleichzeitig einen konkreten Mehrwert für unsere Vereine schaffen.“