Frechen – Aus zwei geklinkerten Gebäuderiegeln, die nicht miteinander verbunden sind, besteht die Grundschule Burgschule. Diese beiden sollen nach der im Schulausschuss vorgestellten Vorplanung zur Erweiterung der Schule durch einen zentralen Trakt ergänzt und damit verbunden werden.
Dabei sollen die beiden Riegel weitgehend unverändert blieben und weiterhin die Klassen- und Gruppenräume beherbergen, aber komplett barrierefrei mit Aufzügen ausgestattet werden. In dem zweigeschossigen Neubau wollen die zuständigen Planer der PBS Architekten zentrale Funktionen wie Verwaltung, Bibliothek, sowie Mensa mit Speiseraum unterbringen. Wie bisher soll der Zutritt der Schule über die Straße Im Klarenpesch erfolgen, von der aus man einen zweigeschossigen verglasten Erschließungsflur betritt. Die bestehenden Gebäude werden in den Rohbau zurückversetzt, um die Gebäudehülle komplett neu mit einer Klinkerfassade und neuen Fenstern zu gestalten.
In den Außenlagen bleibt der hohe Baumbestand weitgehend erhalten. Große Höhenunterschiede bis zu sechseinhalb Metern charakterisieren das Schulgelände. Die werden überwunden beispielsweise mit einer Treppe, die zum Eingang führt samt Sitzstufen. Über einen seitlich geführten nicht so steil ansteigenden Weg erreichen Rollstuhlfahrer das Gebäude barrierefrei. Links und rechts des Eingangs werden zudem sechs Parkplätze eingerichtet.
Sand und Schaukeln auf dem Pausenhof
Der hinter dem Gebäude liegende Schulhof soll innerhalb des von den Trakten umschlossenen Hof mit Spielplatz befestigt werden. Die dortige große Baumgruppe bleibt erhalten. Dahinter schließt sich ein Areal für Klettergeräte an mit Sand oder Holzhäcksel für den Fallschutz an. Außerdem soll es ein separater Bereich für mehreren Schaukeln ausgestattet werden, die es bisher noch nicht gibt. „Unsere Erfahrungen zeigen, dass Rutschen, Klettern und Schaukeln gut sind, um neben dem Unterricht Bewegung zu schaffen“, so der Garten- und Landschaftsarchitekt Klaus Engelmayer.
Dahinter steigt das Grundstück zu einer Wiese hin an. Die steile Böschung soll entschärft und mit Natursteinblöcken abgetreppt werden, auf denen man auch sitzen kann.
Die überdachte Spielfläche an der Seite des Grundstücks wird gut von den Kindern angenommen und soll deswegen erhalten bleiben für Ballspiele wie Basketball. Die Überdachung soll kleinere Öffnungen für mehr Licht erhalten.
Laut dem Leiter der städtischen Gebäudewirtschaft, Friedrich Lipp, wird der Bauantrag im August zur Genehmigung eingereicht und die Ausschreibungen starten im Juli 2017. Der Um- und Ausbau der Linden- und der Burgschule soll rund 22 Millionen Euro kosten.