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Fundort wenige Meter neben dem Marktweg50-Kilo-Bombe in Hürth entschärft

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Nach mehr als 70 Jahren, in denen sie im Boden lag, wurde die amerikanische Bombe mit Heckaufschlagszünder entschärft.

Hürth-Fischenich – Mehr als 70 Jahre lang lag sie im Erdreich. Am Donnerstagvormittag benötigten die Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes, Dirk Putzer, Markus Schmitz und Reinhard Dohmen, knapp 25 Minuten, um ihren Fund, eine amerikanische 50-Kilogramm-Bombe mit Heckaufschlagszünder, zu entschärfen. „Wir haben sie bei Sondierungsarbeiten heute in aller Frühe zwischen Hürth-Fischenich und Köln-Meschenich im Acker, in 2,50 Metern Tiefe gefunden“, berichtete Putzer. Die Bombe lag nur wenige Meter neben dem Marktweg auf Hürther Stadtgebiet.

Schon seit Längerem hat der Kampfmittelräumdienst immer mal wieder dort zu tun. „In mehreren Abschnitten sondieren wir hier die Flächen für den Bau der Meschenicher Umgehungsstraße“, sagte Putzer. Jetzt allerdings seien sie erst einmal fertig. Schutzkleidung trugen die Fachleute bei ihrer Arbeit nicht. „Sollte etwas schief gehen, nutzt die Schutzkleidung auch nichts mehr“, sagte Putzer lakonisch. Doch alles lief glatt. Um die Bombe sicher transportieren zu können, habe man den Zünder ausgebaut. Beides, Bombe und Zünder, komme nun ins Zwischenlager. Demnächst soll die Bombe vernichtet werden.

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Die Einsatzleitung hatte das Ordnungsamt. Am Ortseingang von Meschenich mussten im Radius von 300 Metern einige Wohnhäuser evakuiert werden. Die Bundesbahnstrecke, ebenso wie die landwirtschaftlichen Betriebe am Ortseingang von Fischenich befanden sich allerdings schon außerhalb der Sperrzone. „Wir mussten lediglich einige Feldwege und den Marktweg für die Zeit der Entschärfung für weniger als 30 Minuten absperren“, berichtete die Leiterin des Hürther Ordnungsamts, Dagmar Flöter. Dabei seien sie von der Polizei unterstützt worden.