Zu einem Großbrand rückte die Feuerwehr am Montagmittag ins Gewerbegebiet Kalscheuren aus.
GroßbrandEinsturz nach Flammeninferno

Großbrand in Hürth-Kalscheuren. Zwei Hallen brannten nieder.
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Auf dem Firmengelände des Internet-Versandhandels Omnideal An der Hasenkaule/Hans-Böckler-Straße in unmittelbarer Nachbarschaft zum Euronova Campus waren zwei insgesamt etwa 5500 Quadratmeter große Lagerhallen in Brand geraten. Die riesige Rauchsäule war schon von weitem zu sehen. „Die Flammen schlugen schon aus der Dachhaut, als wir am Einsatzort eintrafen“, schilderte der Sprecher der Feuerwehr Hürth, Helmut Schmitz, die Lage. Einsatzleiter Thomas Radermacher forderte umgehend Verstärkung an. Wenig später unterstützen mehr als 100 Feuerwehrleute aus Frechen, Erftstadt, Brühl und Wesseling die Hürther Einsatzkräfte. Auch die Berufsfeuerwehr aus Köln kam zur Hilfe. Weiträumig sperrte die Polizei das Gebiet ab. Auch der Bahnverkehr wurde eingestellt.

Die beiden Hallendächer stürzten ein.
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Über die Warn-Apps Nina und Katwarn wurden Anwohner aufgefordert, sich in geschlossenen Räumen aufzuhalten und Türen sowie Fenster geschlossen zu halten. Trotz aller Bemühungen der Feuerwehr stand schnell fest, dass die Hallen nicht mehr zu retten waren. Mehrere Dachteile stürzten herunter. In den Hallen hatte sich niemand mehr aufgehalten. Die Feuerwehr bekämpfte den Brand von allen Seiten. Mit Wasserkanonen über drei Drehleitern gingen die Einsatzkräfte mit jeweils bis zu 1600 Liter Wasser in der Minute gegen die Flammen vor. Den Feuerwehrleuten gelang es, ein Übergreifen des Brands auf die angrenzenden Gebäude zu verhindern.

Über 100 Feuerwehrleute waren am Montag im Einsatz.
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„Das ist eine gute Nachricht“, seufzte eine Mitarbeiterin erleichtert, die kurze Zeit zuvor dort noch in ihrem Büro gesessen und gearbeitet hatte. Vom Fenster aus hatten sie und ihre Kollegen gesehen, wie sich das Feuer innerhalb kurzer Zeit ausbreitete. „Da bekommt man große Angst“, erklärte sie. Fassungslos beobachteten auch einige Arbeiter die Flammen. „Ich habe das Feuer erst gesehen, als es bereits durch das Dach schlug“, erzählte einer von ihnen. Immer wieder waren während der Löscharbeiten auch Verpuffungen aus der Lagerhalle zu hören. „Das könnten kleinere Gasbehälter sein“, vermutete Feuerwehrsprecher Schmitz. Bei Luftmessungen wurden außer Brandrauchgasen keine Schadstoffe in der Umgebung nachgewiesen.
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Demnach spreche nichts dafür, dass in der Lagerhalle Chemikalien aufbewahrt wurden. „Wir haben Kenntnis, dass dort verschiedene Verpackungsmaterialien gelagert wurden: Papier und Pappe, aber auch Styropor und Folien. Am späten Nachmittag konnte Feuerwehrsprecher Schmitz noch eine gute Nachricht verkünden: Bei dem Brand wurde niemand verletzt.

Der Feuerwehr gelang es nebenstehende Gebäude vor den Flammen zu retten.
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Die Brandursache ist noch unklar. Die Polizei ermittelt.
