Kirchengemeindeverband würdigt den Verstorbenen als Menschen, der zuhörte und seine Worte zu setzen wusste – einfühlsam oder auch deutlich.
Er wurde 83 Jahre altKatholiken trauern um ehemaligen Dechanten von Hürth

Pfarrer Franz Decker 2017 im Wohnzimmer seines Hauses in Köln.
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Der Katholische Kirchengemeindeverband Hürth trauert um Franz Decker. Der ehemalige Pfarrer in den Gemeinden St. Wendelinus in Berrenrath sowie St. Martinus in Fischenich und Dechant von Hürth ist im Caritas-Altenheim St. Maternus in Köln-Rodenkirchen gestorben. Er wurde 83 Jahre alt.
Seine zugleich zupackende und auf Menschen zugehende Art und sein vielseitiges seelsorglich-pastorales Wirken sei vielen Menschen in guter Erinnerung, heißt es in einer Mitteilung des Kirchengemeindeverbands. Decker habe die Entwicklung der Katholischen Kirche in Hürth wesentlich mitgestaltet, Netzwerke gebildet, insbesondere auch für die Jugend- und Sozialarbeit, habe ökumenisch gewirkt und sei vor allem Seelsorger gewesen: „Er war ein Mensch, der zuhörte und seine Worte zu setzen wusste – einfühlsam oder auch deutlich.“
Köln: Decker stand an der Spitze des Caritasverbands
Mit dem Namen Decker sei zudem die Religionspädagogik in Hürth untrennbar verbunden. Generationen von Kindergarten-, Schul- und Kommunionkindern erzählten davon in diesen Tagen. Insbesondere in der ganzheitlich-sinnorientierten Pädagogik nach Franz Kett habe er Fortbildungen gehalten für Lehrerinnen und Lehrer, Seelsorgerinnen und Seelsorger, Erzieherinnen und Erzieher.
Ab 2000 war Franz Decker elf Jahre lang Direktor des Kölner Caritasverbands. „Er war immer bereit, neue Wege zu gehen, wenn sie den Menschen dienten, und dabei auch schon mal anzuecken“, sagte Kölns Stadtdechant Robert Kleine unlängst beim Jahresempfang der Caritas Köln und ihrer Fachverbände. Decker habe „mit Leidenschaft und auch Mut seine Überzeugungen vertreten“ und dabei immer den Dialog gesucht.