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Prozess gegen Hürther Unfallfahrer geht vors Landgericht

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Das Foto zeigt Helfer an der Unfallstelle in Hürth.

Mit einer Vielzahl von Helfern waren die Einsatzkräfte zur Unfallstelle in Hürth ausgerückt. Links ist der Wagen des Unfallverursachers zu sehen.

Das Amtsgericht Brühl hat das Verfahren wegen des erheblichen Aktenumfangs und der Vielzahl an Zeugen an das Landgericht Köln weitergeleitet.

Dem Mann, der im Juni 2025 in Hürth zwei Menschen überfahren und tödlich verletzt haben soll, wird nun doch nicht vor dem Amtsgericht Brühl der Prozess gemacht. Das Jugendschöffengericht in der Schlossstadt hat das Verfahren an das Landgericht Köln weitergeleitet. Als Grund nennt die Amtsgerichtsdirektorin Susann Ulbert-Maur den erheblichen Aktenumfang und die große Anzahl Zeugen, die im Prozess vernommen werden müssen.

Das Amtsgericht hatte Ende Oktober 2025 Anklage gegen den zum Tatzeitpunkt 20-jährigen Hürther erhoben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem fahrlässige Tötung in zwei und fahrlässige Körperverletzung in mehreren Fällen vor. Er soll am 4. Juni 2025 mit seinem BMW eine rote Ampel an der Frechener Straße überfahren haben.

Er erfasste eine Schülergruppe mit Betreuern, die auf dem Weg zu einem Sportplatz war: Die zehnjährige Avin und der 25-jährige Schulbegleiter Luis erlagen wenige Tage später ihren schweren Verletzungen, weitere Grundschulkinder wurden leicht verletzt.

Der Fahrer war bereits wegen mehrerer Verkehrsdelikte verurteilt worden, stets auf Bewährung. Zuletzt im April 2025, nur wenige Wochen vor dem verheerenden Unfall in Hürth. (jtü)