Der Prozess gegen einen 21-Jährigen, der 2025 einen tödlichen Unfall verschuldet haben soll, tritt in die entscheidende Phase.
Schmerzensgeld gefordertHürther Unfalltragödie – Eltern von Avin und Luis im Zeugenstand

Anfang Juni hatte das Gericht den vierten Verhandlungstag an die Unfallstelle verlegt.
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Am fünften Verhandlungstag um den tragischen Verkehrsunfall mit zwei Toten steht am Dienstag (16. Juni) vor dem Landgericht Köln die Anhörung weiterer Zeugen auf dem Programm. Zudem soll erneut ein Unfallsachverständiger gehört werden. Er hatte anhand technischer Messungen nachgewiesen, dass der damals 20-jährige Unfallfahrer die Ampel an der Frechener Straße/Theresienhöhe überfahren haben soll, als diese bereits vier Sekunden lang Rot gezeigt hatte.
Der Vorsitzende Richter Dr. Wolfgang Schorn hatte den Gutachter beauftragt zu klären, ob es ausgeschlossen werden kann, dass die Ampelanlage am 4. Juni 2025 einen technischen Defekt gehabt hat. Eine Polizistin, die am Tag danach privat an der Unfallstelle gewesen ist, hatte ausgesagt, ihr sei aufgefallen, dass sie Zeugin eines Beinahe-Unfalls gewesen sei, weil die Ampel für Fußgänger und Autofahrer gleichzeitig Grün gezeigt habe.
Ebenfalls steht die Vernehmung der Eltern von Avin und Luis Paulo an. Die Eltern der getöteten Schülerin und des Schulbegleiters treten als Nebenkläger auf und fordern von dem heute 21-Jährigen Schmerzensgeld. (jtü)