Kneipentour mit LivemusikPremiere für Festival in Efferen, Hermülheim und Kalscheuren

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Marco Jansen und Hans-Josef Lang

Marco Jansen und Hans-Josef Lang fiebern schon der Premiere des ersten Musik-Festivals "Hürther KneipenKulTour" am 16. Juni entgegen.

Unter dem Titel „Hürther KneipenKulTour“ spielen ab dem 16. Juni zwischen 18 und 22 Uhr zwölf Bands an zehn Orten.

Premiere feiert am Freitag, 16. Juni, ein Livemusik-Festival der besonderen Art. Unter dem Titel „Hürther KneipenKulTour“spielen zwischen 18 und 22 Uhr zwölf Bands an zehn Orten in Efferen, Hermülheim und Kalscheuren: in Kneipen, Restaurants, Biergärten und in der Medienkirche. Das Spektrum reicht von Folk, Jazz und Kammermusik über Pop, Rap und Rock bis hin zu italienischen Hits – und das bei freiem Eintritt.

Dabei sind unter anderem die Folk-Kombo Halvlang, die Coverband Re:Covery und Bruno Zarrella, der Vater des italienischen Musikers und TV-Moderators Giovanni Zarrella. Mit der Idee, die regionale Musikszene zu fördern und gleichzeitig die örtlichen Kneipen zu unterstützen, trägt sich der Kulturschaffende Marco Jansen schon seit einigen Jahren. Nach der Pandemie, unter der sowohl Musiker als auch Gastwirte gelitten hätten, sei das Projekt noch wichtiger geworden.


Das Programm

Efferen Trio Vließ, kammermusikalische Improvisationen. Medienkirche St. Mariä Geburt, Bachstraße 77-79; 18 Uhr. Kerk und Baend, Kölschrock. Burgschenke, Bachstraße 51; 19, 20 und 21 Uhr. Bruno Zarrella, italienischer Pop & Rock. Dapino, Ritterstraße 28; 19, 20 und 21 Uhr. Two Italian Jazz, italienische Musik von Celentano bis Zucchero und Eigenkompositionen. Pomogrosso, Berrenrather Straße 430; 19, 20 und 21 Uhr.

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Hermülheim Folklore-Ensemble mit Musik aus Europa, Südamerika und Musical, 18 Uhr. Eltern-Chor Schöne Töne mit modernem Chorgesang, 19 Uhr. Ü50-Rockband Silverstripe, 20 Uhr. Pop-Up-Biergarten der Josef-Metternich-Musikschule, Bonnstraße 109. Re:Covery, Rock-, Pop- und Rap-Coverversionen. Bolzplatz, Sudetenstraße 69; 19, 20 und 21 Uhr. Halvlang, rheinisch Folk. Coltro, AOK-Straße 6; 19, 20 und 21 Uhr. Marlen & Chris, Akustik-Duo. Torneró, Krankenhausstraße 26; 19 Uhr, 20 Uhr. Operation Tandem, kammermusikalischer Jazz. Zur Krone, Luxemburger Straße 348; 19 und 20 Uhr.

Kalscheuren Michael Knippschild Trio, Swing und Jazz. Hürther Wirtshaus, Hans-Böckler-Straße 150; 19 und 20 Uhr.

Mehr Informationen unter: www.emjayprojects.de/ kneipenkultour.


Engagierte Mitstreiter fand Jansen im Vorsitzenden des Kulturausschusses und Ortsvorsteher Hans-Josef Lang sowie in Jürgen Weyer, dem Vorsitzenden des Fördervereins der Josef-Metternich-Musikschule, die viel Zeit und Arbeit investiert haben, um das Festival auf die Beine zu stellen. Pendelbus organisiert „Wir machen das aber rein privat“, betont Lang. „Wir haben keinen einzigen Cent aus dem städtischen Haushalt beantragt.“

Finanziert werden die Kosten für Werbung, Technik und vor allem für die Künstlerinnen und Künstler von Sponsoren. „Wir haben schon darauf geschaut, dass die Musiker ordentliche Gagen bekommen“, sagt Marco Jansen. Anders als bei ähnlichen Kneipenfestivals in der Region liegen die Auftrittsorte in Hürth ein ganzes Stück weit auseinander. Die Veranstalter setzen auf „Kneipen-Hopping“ und haben dafür einen Pendelbus organisiert.

Große Nachfrage schon im Vorfeld

„Für die Leute, die nicht mit dem Fahrrad fahren wollen“, sagt Lang, der selbst vorhat, mit Marco Jansen in die Pedale zu treten, um alle Kneipen und Säle abzuklappern. Die Bands haben bis zu drei Auftritte, die zur vollen Stunde beginnen und jeweils 45 Minuten dauern. So schaffen die Besucher drei bis vier Auftritte an unterschiedlichen Orten – wenn sie es denn wollen.

Mit der Medienkirche St. Mariä Geburt in Efferen und dem Pop-Up-Biergarten an der städtischen Josef-Metternich-Musikschule an der Bonnstraße gibt es die passenden Auftrittsorte für Ensembles, für die eine Kneipe nicht das richtige Umfeld wäre. Nach 22 Uhr beginnt eine Aftershow-Party mit DJ in der „Burgschenke“ in Efferen. Überwältigt zeigen sich Jansen und Lang von der großen Nachfrage schon im Vorfeld. In den Restaurants sollen Besucher Tische reservieren.

„Wir haben nicht mit so vielen Reservierungen gerechnet“, sagt Lang. Die Organisatoren versprechen aber, dass es in jeder Location am Festivalabend noch freie Plätze geben werde – zur Not an Stehtischen. Technikaffine Musikfans können sich übrigens ein Freibier verdienen – über die Blockchain-Technik, mit der digitale Daten signiert und sicher übertragen werden können. In Kooperation mit dem Blockchain Reallabor in Kalscheuren können Besucher an den Veranstaltungsorten QR-Codes mit einer Smartphone-App aufnehmen.

Für vier abgespeicherte Codes gibt’s ein Kölsch. Noch bevor die Premiere über die Bühne gegangen ist, steht fest, dass es 2024 eine zweite Auflage geben wird. „Nach dem Testlauf in diesem Jahr in drei Stadtteilen soll es dann in ganz Hürth Konzerte geben“, kündigt Lang an. Zur Vorfinanzierung werden in diesem Jahr Spendenboxen aufgestellt.

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