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SpatenstichBaustart für die dritte Grundschule in Kerpen-Sindorf

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Das Foto zeigt eine Gruppe von Menschen, die Erde wegschaufeln.

Der Kerpener Bürgermeister (4.v.l.) sowie weitere Verwaltungsvertreter und das zuständige Baubüro trafen sich zum Spatenstich für die dritte Grundschule in Sindorf.

Nach den Vorarbeiten wird erst einmal gegraben, denn die dritte Grundschule soll einen Eisspeicher im Keller erhalten.

Schon im Jahr 2017 wurde der Bau der neuen dritten Grundschule in Sindorf angestoßen, nun trafen sich Vertreter der Baufirma Wolf und Müller sowie der Stadtverwaltung zum symbolischen Spatenstich in Kerpen-Sindorf. Mit der dreizügigen Grundschule soll die Bildung der Jüngsten im einwohnerstärksten Stadtteil Kerpens weiter gesichert werden. Die Schule mit einem zusätzlichen Bereich für die offene Ganztagsbetreuung (OGS) wird zudem eine Einfeld-Sporthalle erhalten.

Bürgermeister Thomas Jurczyk sprach das Grußwort und dankte den Fachabteilungen der Verwaltung, der Politik und den beteiligten Firmen. „Die neue Grundschule verspricht zusätzliche Kapazitäten und einen modernen Lernort“, sagte er.

Kerpen: Vorplatz und Sporthalle geplant

Fernanda Barbato, Amtsleiterin Gebäudemanagement bei der Stadt Kerpen, erläuterte die weiteren Schritte: Nachdem die Baustelle gesichert und die Vorarbeiten abgeschlossen seien, folge der Erdbau. Denn die Grundschule soll eine Heizanlage mit einem Eisspeicher erhalten. Der Eisspeicher ergänzt üblicherweise eine Wärmepumpe und wird im Keller installiert. „Bis man also von außen etwas sieht, kann es noch ein bisschen dauern“, sagte Barbato.

Danach stehe der Bau einer „wetterfesten Hülle“ an. Das sei im Grunde so etwas wie ein Rohbau, doch da es sich um einen Holzbau handele, müsse dieser vor dem Wetter geschützt werden. Vor der Schule an der Ecke Zum Vogelruther Feld/Astrid-Lindgren-Straße ist zudem ein öffentlicher Vorplatz geplant. Auch eine Fläche zur Anfahrt von Bussen soll es geben. Der Schulhof der Grundschule wird durch den Schul- und Hallenneubau eingerahmt, sodass die Lautstärke für die direkten Anwohner gedämpft wird. 

Im vergangenen Jahr gab es kurz die Sorge, der Grundschulneubau könnte kippen. Angestoßen hatte dies der Projektentwickler eines anderen Bauprojekts in Kerpen, des Baugebiets Alte Glashütte. Der Projektentwickler Periskop Development hatte die Sorge geäußert, die Stadt wolle womöglich den Bau der Grundschule und damit auch des Baugebiets verzögern oder sogar absagen. Die Stadtverwaltung hatte diese Vorwürfe ausdrücklich zurückgewiesen und berichtet, den Baustart voraussichtlich für das erste Quartal 2026 zu planen.

Auch die Kosten sorgten zeitweise für Gesprächsstoff. Sie waren zuerst mit rund 15 Millionen Euro angesetzt worden. Im Jahr 2023 zeichnete sich jedoch ab, dass die Kosten erheblich steigen würden. Das zuständige Planungsbüro schätzte sie nun auf rund 33 Millionen Euro ein.