Ein Dachstuhlbrand hielt die Feuerwehr am Donnerstag (10. September) bis in die Abendstunden in Atem. Aus ungeklärter Ursache war das Feuer gegen 15.50 Uhr an der Friedhofstraße ausgebrochen. Erst gegen 21 Uhr war der Brand gelöscht. Sicherheitshalber blieb eine Brandwache vor Ort.
„Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte waren Flammen und eine Rauchentwicklung im Bereich des Dachstuhls und der dort installierten Photovoltaikanlage erkennbar“, schilderte der Einsatzleiter Oliver Greven die Lage. Unter Atemschutz rückte ein Trupp zum Innenangriff ins Wohnhaus vor. „Im weiteren Einsatzverlauf öffneten die Einsatzkräfte die Dachhaut, um gezielt an die betroffenen Bereiche zu gelangen“, erklärte er. „Die Löscharbeiten gestalteten sich sehr schwierig und zeitaufwendig, da zahlreiche Glutnester in der Dachhaut und Dämmung freigelegt und einzeln abgelöscht werden mussten.“
Kerpen: Feuerwehr setzte zwei Drehleitern zur Brandbekämpfung ein
Bekämpft wurden die Flammen von innen und außen über zwei Drehleitern, berichtete der Sprecher der Feuerwehr Kerpen, Regis Fwansoni. Die Kerpener Wehr war mit rund 70 hauptamtlichen und ehrenamtlichen Einsatzkräften vor Ort. Unterstützt wurden sie von der Atemschutzabteilung aus Frechen und einer zweiten Drehleiter aus Bergheim. Erschwert wurde der Einsatz laut Feuerwehr durch die auf dem Dach montierte Photovoltaikanlage. Verletzt wurde niemand.

Die Löscharbeiten gestalteten sich als schwierig. Unter der Photovoltaik-Anlage saßen Brandnester.
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Im Einsatz waren außerdem die Verpflegungseinheit aus Kerpen-Horrem, die Logistikabteilung der Einheit Kerpen-Buir und die Drohneneinheit aus Kerpen-Manheim. Während der Löscharbeiten stellte die Feuerwehreinheit Brüggen den Grundschutz für das gesamte Stadtgebiet Kerpen sicher.
Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen
Zur Brandursache konnte der Feuerwehrsprecher keine Angaben machen. Offen blieb auch, ob Dachdeckerarbeiten in einem Zusammenhang mit dem Dachstuhlbrand stehen könnten. Nach Informationen dieser Zeitung wurden am Donnerstag am Dach des Einfamilienhauses Dacharbeiten durchgeführt.
Nach den Löscharbeiten nahmen Ermittler der Polizei ihre Arbeit auf. Wie ein Sprecher der Polizei am Freitag erklärte, sei das Wohnhaus aktuell beschlagnahmt, weil am Brandort noch Spuren gesichert werden müssen.
