Zeugen riefen die Polizei. Einer der beiden Fahrer hat nach Angaben eines Polizeisprechers Widerstand geleistet.
Zwei Audis sichergestelltPolizei stoppt illegales Autorennen in Kerpen

Überhöhte Geschwindigkeit ist eine häufige Ursache bei schweren Verkehrsunfällen.
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Die Polizei hat am Samstag (2. Mai) in der Kerpen (Rhein-Erft-Kreis) zwei Audis sichergestellt. Die beiden Fahrer sollen sich gegen 21 Uhr auf der Erfttalstraße (L122) ein illegales Autorennen geliefert haben.
Zeugen hatten die Polizei gerufen, nachdem sie beobachtet hatten, dass die Fahrer mit ihren Wagen auf der Fahrbahn zunächst nebeneinanderstanden und diese anschließend beschleunigten.
Beamte konnten die beiden Fahrer stellen und kassierten deren Führerscheine ein. Einer der Männer hat nach Angaben eines Polizeisprechers Widerstand geleistet, dabei sei niemand verletzt worden.
Wesseling: Hohe Haftstrafen nach illegalem Autorennen
Wer Hinweise zu den Fahrzeugen sowie der Fahrweise geben kann, wird gebeten, sich an die Polizei zu wenden: telefonisch unter 02271 81-0 oder per E-Mail.
Das Landgericht Köln hatte im April zwei 22-Jährige wegen eines illegalen Autorennens, bei dem zwei Frauen zu Tode kamen, zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Sie waren auf der A555 bei Wesseling mit mehr als Tempo 200 unterwegs, als einer der beiden hochmotorisierten Wagen auf das Heck eines Kleinwagens prallte. Die beiden Frauen hatten keine Überlebenschance, ihr Wagen brannte komplett aus.
Die Anwälte der beiden haben Revision gegen das Urteil eingelegt.
Der CDU-Landtagsabgeordnete Gregor Golland hatte sich im Gespräch mit dieser Redaktion unlängst für eine Einführung einer PS-Grenze für Fahranfänger ausgesprochen. Die Häufung der zum Teil tödlichen Unfälle aufgrund überhöhter Geschwindigkeit mit PS-starken Autos ist nach Ansicht des Politikers aus Brühl oftmals darauf zurückzuführen, dass es den meist männlichen Fahrern darum gehe, sich zu profilieren und den Kick zu suchen, bedauerlicherweise auf Kosten unbeteiligter Verkehrsteilnehmer.(jtü)