Kerpen-Horrem – Am Montagnachmittag stieg rund ein Dutzend Fahrgäste aus, als der Kurvenzug aus Bergheim kommend und in Richtung Köln fahrend nun auch in Horrem hielt. Der neue Kurvenbahnsteig am Gleis 19 des Bahnhofes Horrem, der mit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember in Betrieb genommen wurde, wird insgesamt schon recht gut angenommen. „Die Verbindung ist jetzt besser“, freute sich beispielsweise Kaweh Mollasalehi. Er war in Quadrath-Ichendorf zu- und in Horrem wieder ausgestiegen. Ohne den neuen Kurvenbahnsteig hätte er noch eine halbe Stunde auf den nächsten Zug der Erft-Bahn warten müssen, die zwischen Düsseldorf und Köln verkehrt und dabei auch Bedburg, Bergheim und Quadrath mit Horrem verbindet. Die Kurvenzüge fahren in den Kernzeiten jede Stunde. Gemeinsam mit der Erft-Bahn gibt es so nun tagsüber stündlich zwei Verbindungen zwischen dem Nordkreis und Horrem. „Damit erhält der Rhein-Erft-Kreis am Bahnhof Horrem endlich einen zusätzlichen Anschluss an den RegionalExpress nach Köln oder – über Bergheim und Bedburg – nach Düsseldorf“, teilte der Nahverkehr Rheinland (NVR) mit.
Bislang mussten die Kurvenzüge immer am Horremer Bahnhof vorbeifahren, weil es dort keinen geeigneten Bahnsteig gab. So konnten etwa Bergheimer, die nach Aachen wollten, nicht in Horrem umsteigen. Der neue Bahnsteig ist 170 Meter lang und liegt im Horremer Gleisdreieck. Er hat rund eine Million Euro gekostet und ist vom Land gefördert worden. Von den Park-and-ride-Anlagen im Gleisdreieck ist er gut erreichbar, selbst für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste. Auch das langjährige Kreistagsmitglied Josef Kings freut sich darüber, dass der Kurvenbahnsteig nun in Betrieb genommen werden konnte. Er vermisst aber noch Hinweisschilder, wie man von dort zu den anderen Gleisen kommen kann. „Die Leute steigen aus und wissen nicht, wo es hingeht. Hier sollte noch nachgebessert werden.“
