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Stau an BaustelleWieder raste ein Lkw ins Stauende

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Auf der A 61 hat sich in Höhe Kerpen-Türnich erneut ein schwerer Unfall ereignet. In Richtung Venlo kollidierten zwei Lkw. Beide Fahrer wurden verletzt, einer davon schwer.

Kerpen-Türnich – Wieder krachte es auf der Autobahn 61 bei Kerpen- Türnich. Wieder fuhr ein Lastwagen auf einen anderen auf, nur 150 Meter von der Stelle entfernt, an der am Mittwoch ein Lkw auf eine Betonpumpe geprallt war. Der Fahrer starb. Diesmal wurde der Fahrer sehr schwer verletzt.

Lkw im Rückspiegel

Auch am Freitagmorgen hatte ein Lastwagenfahrer das Stauende an einer Tagesbaustelle nicht rechtzeitig erkannt. Der Fahrer eines Betonmischers stand im Stau, als er im Rückspiegel den Sattelzug kommen sah. Seinem Chef berichtete er später, dass der Sattelzug immer näher gekommen sei. Er habe gewartet, dass der Lkw-Fahrer die Geschwindigkeit reduziere.

Als der Fahrer des Betonmischers aber ahnte, dass der Lkw nicht mehr rechtzeitig zum Stehen kommen würde, lenkte er sein Fahrzeug an den Fahrbahnrand. Doch einen Zusammenstoß konnte er nicht verhindern. Nahezu ungebremst prallte der mit Granulat beladene Lastwagen auf den Betonmischer. Dabei wurde der Fahrer in seiner Zugmaschine eingeklemmt.

Die Feuerwehr Erftstadt, die unter der Einsatzleitung von Alexander Kern mit etwa 20 Kräften der hauptamtlichen Wache sowie der Löscheinheiten Gymnich, Kierdorf und Dirmerzheim an der Unfallstelle war, baute zunächst eine Arbeitsplattform auf, um an den Fahrer zu gelangen. Nachdem die Notärztin den Schwerverletzten versorgt hatte, versuchten die Feuerwehrmänner mit hydraulischen Scheren Stempeln und Spreizern, den Mann zu befreien. Nach etwa einer Stunde konnte er zur Weiterbehandlung in den Rettungswagen gebracht werden. Ein Hubschrauber flog den Fahrer später in eine Spezialklinik.

Der Fahrer des Betonmischers erlitt leichte Verletzungen. Die Autobahn 61 war bis in die Mittagsstunden in Fahrtrichtung Venlo gesperrt.

Vorbereitungen für Baustelle

Die Baustelle dient der Vorbereitung einer größeren Baustelle. Zwischen dem Kreuz Türnich und Bergheim-Süd soll auf dem Mittelstreifen eine Betonschutzwand gebaut werden. Dafür wird ab diesem Wochenende für drei Monate eine fünf Kilometer lange Baustelle eingerichtet. Bernd Aulmann vom Landesbetrieb Straßen sieht bei der Einrichtung der Baustelle kein Problem: „Die zwei Unfälle in Folge sind Zufall. Da hat jemand nicht aufgepasst.“

Laut Polizeipressestelle gibt es für solche Baustellen genaue Beschilderungspläne, die auch überprüft werden. Ob wegen der beiden Unfälle etwas an der Beschilderung geändert werden müsse, wird womöglich Gegenstand einer ausführlichen Prüfung sein.