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DHL-Paketzusteller im WeihnachtsstressTäglich rund 20.000 Pakete in Zustellbasis in Brühl

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Erftstadt-Bliesheim – Francisco Gomes (45) ist eigentlich immer gut gelaunt, auch jetzt, wo er wahrlich viel um die Ohren hat. Der 45-Jährige arbeitet bei der Post, als DHL-Paketzusteller. Seinen Bezirk Bliesheim kennt er wie seine Westentaschen. Und die Bliesheimer kennen auch ihn. Wenn sie den fröhlichen 45-Jährigen in seinem gelben Postauto um die Ecke fahren sehen, laufen einige sogar direkt zur Haustüre. „Hallo Weihnachtsmann“, rufen sie ihm um diese Jahreszeit erwartungsvoll zu und fragen: „Ist ein Paket für uns dabei“?

Wie der Weihnachtsmann

Tatsächlich fühlt sich der Paketbote zurzeit manchmal wie der Weihnachtsmann persönlich. Denn die Pakete, die er den Kunden bis vor die Haustüre liefert, sind nicht selten mit den Geschenken für unter den Weihnachtsbaum gefüllt. Einigen seiner Kunden sieht er die Erleichterung sogar regelrecht an, wenn sie die Pakete in Empfang nehmen. „Danke, Francisco“, sagen sie oder auch, „gut gemacht Nikolaus“.

„Er ist der Allerbeste“, freut sich jetzt Ute Junker, als ihr Gomes gleich drei gewaltig schwere Pakete nacheinander vor die Tür stellt. Und Heinz Gerd Molitor überreicht dem zuverlässigen Paketzusteller gerne auch ein kleines Weihnachtsgeschenk.

Sogar die Hunde lieben den gut gelaunten Mann. Ihre Liebe hat sich Francisco Gomes allerdings erkauft. „Ich habe immer auch Leckerchen für die Vierbeiner in der Tasche“, sagt er.

„Das macht mir nichts aus“

Locker stapelt der Bliesheimer Paketbote auch drei und vier Pakete übereinander. „Das macht mir nichts aus“, lacht er. Manchmal sind die Frachtstücke aber auch viel zu schwer, um sie auf den Schultern zu stapeln. 31,5 Kilogramm, das sei die Grenze, schwerer dürften die Pakete nicht sein.

Im Durchschnitt hat der Bliesheimer Paketbote in diesen Tagen rund 260 Pakete an Bord. „Das sind etwa 80 Pakete mehr als sonst“, sagt er. Selber hat er seine Fracht bereits in aller Frühe morgens im Sortierzentrum in Brühl abgeholt und in seinen Wagen geladen. Gomes sortiert seine Pakete nach Zustellabschnitten. Diesbezüglich gebe es allerdings keine Vorgaben, erklärt er. Jeder Kollege habe da seinen eigenen Stil um zurecht zu kommen.

Und wenn an der Zustelladresse keiner anzutreffen ist, dann klingelt Gomes auch schon mal beim Nachbarn. Trotzdem schaffe er zurzeit 38 bis 40 Pakete in der Stunde.

Gomes ist was die Reise der Pakete vom Absender bis zum Empfänger betrifft, das letzte Glied in der Kette. Vom großen Sortierzentrum in Köln werden die Pakete in der Nacht zur Zustellbasis nach Brühl gefahren, täglich rund 20 000 Pakete.

Automatische Verteilung

Die Zustellbasis ist zuständig für die Städte Brühl, Erftstadt, Hürth, Wesseling und den Kölner Süden. Von Hand werden die Pakete zunächst aus den Containern entladen und dann mit der Adresse nach oben auf die kilometerlangen Förderbänder in der rund 20.000 Quadratmeter großen Halle gelegt. „Dann übernehmen zunächst Computer die Arbeit“, berichtet Dieter Pierock von der DHL-Zentrale in Düsseldorf.

Die Pakete reisen über die Förderbänder in die zweite Etage. Dort scannt eine Maschine die Adresse – und automatisch wird jedes Paket einem der rund 70 Zustellbezirken zugewiesen. Vom Hauptförderband „fliegen“ die Paket dann per Luftdruck auf das dem jeweiligen Zusteller zugeteilte Förderband. Dort ist wieder Handarbeit gefragt. Einzeln scannt der Zusteller die Pakete ein und sortiert sie in seinen Wagen. Gescannt und vom Kunden quittiert wird das Paket dann noch einmal bei der Zustellung. „Der Absender kann im gleichen Moment im Internet sehen, dass sein Paket angekommen ist“, erklärt Pietrock.