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An KinderkrankenhäuserMädchen aus Pulheim und Frechen verschicken Mutmachkarten

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Verschiedene Motive und Sprüche zieren die Mutmachkarten. Das Material haben die Mädchen von ihrem Taschengeld bezahlt. 140 Karten haben sie verschickt, weitere 220 müssen sie noch gestalten.

Verschiedene Motive und Sprüche zieren die Mutmachkarten. Das Material haben die Mädchen von ihrem Taschengeld bezahlt. 140 Karten haben sie verschickt, weitere 220 müssen sie noch gestalten.

Pulheim-Brauweiler – Ihre aufmunternden Botschaften kommen gut an. So gut, dass sich Mara Reinsch und die Schwestern Anni und Ida Scherer vor Bestellungen kaum retten können. 140 Mutmachkarten haben die Mädchen bereits gebastelt und an Kinderkrankenhäuser verschickt. 220 Exemplare hätten die Kliniken nachträglich geordert. „Sie müssen noch gebastelt werden“, sagen die Mädchen.

Wie es zu der Idee kam, schildern Mara (elf), Anni (zehn) und Ida (zwölf) in einer E-Mail. Im Unterrichtsfach „Projekt Zukunft“ hätten sie sich Gedanken über Zukunftsfragen sowie die Verbesserung der Welt und der Umwelt gemacht. „Durch die Zeit des Lockdowns waren wir lange getrennt von Mitschülern, Freunden und Großeltern. Diese haben uns sehr gefehlt. Außerdem können wir nun schon seit langer Zeit nicht mehr unsere Hobbys in den Vereinen (Tanzen, Tennis, Fußball...) ausüben, Geburtstage nicht mit Freunden feiern und viele Freizeitaktivitäten können nicht stattfinden“, schreiben die Mädchen, die die Klasse fünf an der Gesamtschule Pulheim besuchen. Dabei sei ihnen bewusst geworden, wie schwer es für kranke Kinder sein müsse. „Sie haben vielleicht Schmerzen und Ängste, können durch Corona keinen Besuch bekommen und sind einsam.“

Um diese Kinder aufzumuntern haben Mara, Anni und Ida Karten gebastelt mit Bildern und aufmunternden Sprüchen. Auch eine E-Mail-Adresse haben sie eingerichtet. Die ersten positive Rückmeldungen hätten sie schon bekommen. „Bislang durften wir Karten zur Klinik nach Dortmund, nach Porz und in die Kinderklinik Amsterdamer Straße in Köln schicken.“ Zudem seien sie im Austausch mit den Kliniken in Sankt Augustin und Leverkusen. „Wir würden uns freuen, wenn wir weiteren Krankenhäusern Karten zukommen lassen könnten oder andere Kinder motivieren können, auch Karten zu basteln.“

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„Die Mutmachkarten, die drei Schülerinnen aus Brauweiler für unsere Patientinnen und Patienten im Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße selbst gestaltet haben, sind eine wirklich schöne Idee“, sagt der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Michael Weiß. „Wir danken den dreien sehr herzlich für ihr uneigennütziges Engagement. Die Mutmachkarten machen deutlich, wie mit scheinbar kleinen Dingen große Freude geschenkt werden kann.“

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