Zunächst untersucht ein Grabungsteam das Gelände auf mögliche Funde hin. Mitte des Jahres könnte der Abriss des Gebäudes beginnen.
AbteipassageAbriss des seit Jahren leerstehenden Gebäudes in Brauweiler rückt näher

Der Parkplatz hinter der Abteipassage steht nicht mehr zur Verfügung. Ein Grabungsteam nimmt die Fläche unter die Lupe.
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Der Parkplatz hinter der Abteipassage ist verwaist. Autos stehen dort nicht mehr, das Parken ist dort nicht mehr erlaubt, nur ein Bagger wurde auf dem Gelände abgestellt. Ein paar Meter entfernt liegt ein Erdhaufen. An mehreren Stellen wurde das Pflaster entfernt. Denn „die zweite Phase der Grabungen hat begonnen“, sagte Andreas Tischler von der Objektgesellschaft Brauweiler GmbH & Co. KG auf Nachfrage.
Bekanntlich möchte die Gesellschaft die seit Jahren leerstehende Abteipassage, die ihr gehört, abreißen und an ihrer Stelle ein viergeschossiges Wohn- und Geschäftshaus errichten lassen. Ein weiterer viergeschossiger Neubau soll den Gebäuderiegel ersetzen, in dem früher Ladenlokale untergebracht waren. Im hinteren Teil, zum Rosenhügel hin, ist ein dreigeschossiges Haus mit ausgebautem Dachgeschoss geplant.
Anspruch auf Stellplätze
Im Bebauungsplan für das Abtei-Quartier sei festgehalten, dass das Gelände vor dem Abriss der Abteipassage auf mögliche Funde hin untersucht werde, erläutert Andreas Tischler. Schon vor Jahren sei ein Grabungsteam im Einsatz gewesen. Es habe damals vier Felder geöffnet. „Wir hätten mehr Felder öffnen lassen müssen, aber die Stellplätze gehörten den Mietern der Abteipassage, sie hatten einen Anspruch darauf.“
So tief wie damals – drei bis vier Meter – werden die Archäologen während der zweiten Phase nicht ins Erdreich vordringen müssen. Denn in den geänderten Plänen ist eine Tiefgarage mit zwei Ebenen nicht mehr vorgesehen. Die Bauherrin hatte den Bau vor Jahren auswirtschaftlichen Gründen verworfen.
Stattdessen ist in den Plänen eine Parkebene mit 95 Stellplätzen für die Bewohnerinnen und Bewohner des Abtei-Quartiers vorgesehen. Es ist aber möglich, die Anzahl der Parkplätze aufzustocken, mit Doppelparkern, wie Andreas Tischler in der Vergangenheit mehrfach erläutert hatte. Aufgrund der Topographie liegt die Parkebene rund 50 Zentimeter tiefer als die Ehrenfriedstraße. Tiefer als 1,50 Meter werde das Grabungsteam wohl nicht in der Erde gehen müssen, vermutet Andreas Tischler.
Abgerissen werde die Abteipassage, wenn die Baugenehmigung der Stadt Pulheim vorliege. Nach derzeitigem Stand sei dies Mitte des Jahres der Fall. Tischler: „Aktuell liegen drei Angebote für den Abriss vor.“ Bei einem Bauprojekt dieser Größenordnung rechnet er mit einer Bauzeit von mindestens zwei Jahren.

