Bis Sonntag (10. Mai) war der Post auf Facebook zum 81. Jahrestag des Kriegsendes mehr als 14.000 Mal geliked und fast 500 Mal geteilt worden.
Gegen „braunen Dreck“REVG positioniert sich gegen Rechtsextremismus in Rhein-Erft

Ein Teil der Busflotte der REVG (Archivbild)
Copyright: REVG
Während die politischen Parteien im Rhein-Erft-Kreis weitestgehend auf öffentliche Stellungnahmen zum 81. Jahrestag des Ende des Zweiten Weltkriegs verzichteten, hat sich die Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft (REVG) am 8. Mai bemerkenswert politisch positioniert. In einem Post in sozialen Netzwerken ist ein Linienbus in einer Waschanlage zu sehen. Der Text auf dem Foto lautet: „Weil wir keinen braunen Dreck wollen . . . waschen wir unsere Busse heute am 08. Mai extra gründlich.“

Die REVG bei Facebook
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Bis Sonntag (10. Mai) war der Post auf Facebook mehr als 14.000 Mal geliked und fast 500 Mal geteilt worden.
Das Verkehrsunternehmen setzt ein Zeichen, das deutlich über das reine Gedenken an die Kapitulation von Nazi-Deutschland hinausgeht. Es erteilt darüber hinaus allen aktuellen rechtsgerichteten Entwicklungen in der Gesellschaft – und in der eigenen Belegschaft – eine deutliche Absage. Bei der REVG sind Frauen und Männer aus zahlreichen unterschiedlichen Nationalitäten beschäftigt. Geschäftsführer Walter Reinarz sind daher Toleranz und gegenseitiger Respekt wichtig.
Der Dank für das Statement zum Gedenken ans Kriegsende und der Befreiung von der Nazi-Diktatur gebühre „unserem engagierten Social-Media-Team, das hier für die REVG ein Zeichen gesetzt hat“, sagte Reinarz auf Anfrage. Die Verbindung mit der Waschanlage sei eine innovative Metapher. (jtü)