Sitzung unterbrochenDebatte über neuen Standort für Feuerwache in Wesseling eskaliert

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So könnte die neue Feuer- und Rettungswache an der Hubertusstraße aussehen.

So könnte die neue Feuer- und Rettungswache an der Hubertusstraße aussehen.

  • Lautstarke Auseinandersetzungen und ein eskalierter Streit: Die Debatte um den neuen Standort für die Feuerwache in Wesseling sorgt für Zündstoff.
  • Erst eine fünfminütige Pause konnte die Gemüter der Anwesenden im Stadtrat wieder etwas beruhigen.

Wesseling – Die geplante neue Feuerwehr- und Rettungswache sorgte in der jüngsten Ratssitzung dermaßen für Zündstoff, dass die Sitzung unterbrochen werden musste, bis sich die Beteiligten beruhigt hatten.

Auslöser der lautstarken Diskussion war der Antrag der CDU-Fraktion, die Planungen für die neue Wache an der Hubertusstraße, einem der beiden möglichen Standorte, niederzulegen. Laut einem von der Fraktion beauftragten Gutachter eines Brandschutzbüros ist der Standort, der gerade von der Verwaltung geprüft wird, nicht für die Wache geeignet und könne sogar zum Totalausfall der Feuerwehr führen.

Erwin Esser wirft CDU vor, mit Ängsten der Bürger zu spielen

Noch bevor der Rat überhaupt über den Antrag abstimmen konnte, schlug Maria Therese Kutzer, Fraktionsvorsitzende der Grünen, vor, die Entscheidung zu vertragen, um „keine Schnellschüsse“ zu tätigen. CDU-Fraktionschef Manfred Rothermund stimmte mit ein, die Entscheidung zu verschieben, wies aber noch einmal auf die Aussagekraft des Gutachtens hin, das Bürgermeister Erwin Esser (SPD) erst kürzlich scharf kritisiert hatte: So sprach er dem Gutachter die Kompetenz ab, über das Vorhaben zu urteilen, und warf der CDU vor, mit den Ängsten der Bürger zu spielen.

22 Vertreter der Wesselinger Feuerwehr waren zur Ratssitzung gekommen, um eine mögliche Entscheidung mitzuerleben.

22 Vertreter der Wesselinger Feuerwehr waren zur Ratssitzung gekommen, um eine mögliche Entscheidung mitzuerleben.

Ludger Strobel, Ratsmitglied der Grünen, protestierte lautstark dagegen, die Debatte zu vertagen. Über den Standort müsse nun beraten werden, da Rothermund trotz des Vertagungsantrags inhaltlich geworden sei. „Dann müssen wir das jetzt auch diskutieren, so geht das nicht.“

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Bevor die Situation zu eskalieren drohte, beantragte Helmut Halbritter (SPD) eine fünfminütige Pause, die den Ratsmitgliedern offenbar guttat. Danach stimmten sie bei drei Gegenstimmen und einer Enthaltung für die Vertagung. „Wir sind froh, dass sie wenigstens nicht gegen den Standort an der Hubertusstraße gestimmt haben“, sagte Feuerwehrleiter André Bach. Er war mit 21 Kollegen zur Sitzung gekommen, um die mögliche Entscheidung zu verfolgen. Für die Wehr habe ein Neubau an der Hubertusstraße wegen der Lage und des Platzes viele Vorteile gegenüber dem Standort am Kronenweg.

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