Die Baustelle der Rettungswache ist mit einer Notdachkonstruktion abgedeckt. Der Wasserschaden verzögert die Bauarbeiten.
WasserschadenRettungswache in Ruppichteroth wird später fertig als geplant

Der Rohbau der Rettungswache ist nach einem Wasserschaden mit Folie überzogen.
Copyright: Marius Fuhrmann
Der Bau der neuen Rettungswache in Schönenberg verzögert sich. Nach einem Wasserschaden im Frühjahr ruhen die Bauarbeiten, die Inbetriebnahme ist erst für kommendes Jahr vorgesehen. Das Dach des Neubaus ist mit Folie überzogen, drinnen arbeiten Handwerker an der Beseitigung der Schäden.
Antonius Nolden, Sprecher des Rhein-Sieg-Kreises, äußert sich auf Anfrage zu den Gründen: „Aufgrund eines Wasserschadens musste im März dieses Jahres ein Baustopp ausgesprochen werden. Das betraf vor allem die nachfolgend terminierten Gewerke des Innenausbaus.“ Um den Schaden störungsfrei regulieren zu können und weitere Schäden durch Witterungseinflüsse zu verhindern, sei die Notdachkonstruktion über dem Dach errichtet worden.
Rettungswache kann erst im Frühjahr 2027 in Betrieb genommen werden
Die Inbetriebnahme der Rettungswache verschiebe sich durch die Verzögerungen auf das Frühjahr 2027. Bis dahin werden die alten Standorte weiter genutzt. Vier Rettungswagen sollen in der neuen Wache untergebracht werden, dazu wird es eine Waschhalle geben. Die Konstruktion ist besonders nachhaltig angelegt, wesentliche Bestandteile des Baus bestehen aus Holz und Lehm.
Mit der Lehmbauweise habe der Wasserschaden aber nichts zu tun, bekräftigt Nolden. „Sie hat keinerlei Einfluss auf das Abdichtungssystem und den Schadenshergang.“ Wie der Schaden entstanden ist und wer dafür verantwortlich ist, sei noch unklar – das zu klären, dürfte aber im Interesse des Kreises sein, denn etwaige Mehrkosten sollen dem Sprecher zufolge an den Verursacher weitergegeben werden. Das Gesamtvolumen der Rettungswache liegt bei rund neun Millionen Euro.
Es ist nicht das erste Mal, dass auf der Baustelle etwas Unerwartetes geschieht. Ursprünglich sollte sie Ende 2025 oder Anfang 2026 fertig werden. „Aufgrund starker Regenfälle im Juni 2025 kam es bei den vorbereitenden Erdarbeiten zur Verlegung der Grundleitungen vereinzelt zum Eintritt von Schichtenwasser. Infolgedessen mussten die weiteren Arbeiten zunächst unterbrochen werden.“
Wegen dieser Problematik hätten die vorbereitenden Tiefbauarbeiten erst ab dem 30. Juni fortgesetzt werden können. Auch der folgende Hochbau habe Zeit benötigt, um die Bauarbeiten wieder in voller Kapazität aufzunehmen. „Dies hat aber nicht zu Verzögerungen bei der geplanten Fertigstellung geführt“, betont Nolden. Später klagte ein Anwohner gegen den Kran auf der Baustelle, woraufhin der Kreis mit einer Inbetriebnahme ab Ende 2026 rechnete. Nun ist das Frühjahr 2027 der früheste Starttermin.
