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JubiläumOsterlauf in Ruppichteroth findet 2026 zum 50. Mal statt

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Männer und Frauen am Start einer Leichtathletikveranstaltung.

Das 30-jährige Bestehen markierte der Osterlauf im Jahr 2006.

Nur in den zwei Coronajahren musste die Traditionsveranstaltung ausfallen.

Wer denkt schon so kurz nach Weihnachten an Ostern? Doch an Silvester werden bekanntlich gute Vorsätze für das neue Jahr gefasst – jetzt fehlt nur noch ein Ziel. Und da kommt eine Traditionsveranstaltung aus dem Bröltal ins Spiel: Wer 2026 mehr Bewegung in seinen Alltag bringen will, hat mit einer Teilnahme am 50. Osterlauf in Ruppichteroth die perfekte Motivation.

Bis Anfang April bleibt genug Zeit für Training, Planung und Vorfreude. Am Ostersamstag, dem 4. April, steigt die Jubiläumsauflage eines Laufs, der für die Region weit mehr ist als nur ein Sportevent. Seit 1975 wird in Ruppichteroth gelaufen.

In den zurückliegenden fünf Jahrzehnten, in denen viele Volksläufe kamen und gingen, ist der Osterlauf geblieben. Mal größer, mal kleiner, aber immer da. 2026 findet nun die 50. Auflage statt, und dabei wurde nicht falsch gezählt: 2020 und 2021 musste der Lauf coronabedingt ausfallen. Erst 2022 konnte die Serie fortgesetzt werden.

Ruppichterother Osterlauf hat eine bewegte Historie

„Dass wir mit dem Osterlauf einmal ein 50-jähriges Jubiläum feiern würden, hat sich damals niemand träumen lassen. Es war eine kleine Idee, die eine große Geschichte geschrieben hat“, sagt Werner Kermelk, früher Vereinsvorsitzender des TV Ruppichteroth und viele Jahre Organisator. Heute ist er Mitglied im TVR-Ältestenrat – und hat die Geschichte des Laufs detailliert aufgearbeitet.

Ein Mann und eine Frau in Trainingskleidung.

Werner und Katharina Kermelk freuen sich über das Jubiläum an Ostern 2026.

Die besten Jahre? „Das waren sicherlich die 1980er mit teils über 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die echtes Volkslauf-Flair verbreiteten.“ Doch es gab auch schwierige Zeiten: „2012 gab es einen Durchhänger, wie in vielen Vereinen. Aber wir hatten immer wieder Ehrenamtliche, die mitgeholfen haben, den Lauf am Leben zu erhalten.“

Junges Orga-Team bringt neue Ideen für den Lauf in Ruppichteroth

Längst hat die nächste Generation das Ruder übernommen. Katharina Kermelk und Kai Reinl leiten heute das Orga-Team. Und sie planen das Jubiläum in einen festlichen Rahmen zu setzen. „Nach dem Lauf wird es eine After-Run-Party in der Bröltalhalle geben – mit DJ, Musik und Streetfood. Die Startnummer kann gegen ein Freigetränk eingetauscht werden“, sagt Katharina Kermelk. „Für Kinder planen wir eine Hüpfburg, außerdem gibt es eine große Tombola mit einem Reisegutschein als Hauptgewinn. Wir wollen einen ganzen Tag gute Laune organisieren.“

Besonders am Herzen liegt dem Team aber auch die Aufarbeitung der Historie. „Mein Vater hat alte Ergebnislisten, Medaillen und Ausschreibungen rausgesucht. Daraus wollen wir etwas Besonderes machen.“

„Osterhammer“ ist das neue Herzstück in Ruppichteroth

Ein ganz besonderer Schritt war im vergangenen Jahr der Start des neuen Rundkurses: 5,4 Kilometer durch den Ort, mit Bergwertung im Aher Bröltal. Der „Osterhammer“ war geboren – eine Strecke, die läuferisch herausfordernd, aber reizvoll ist. „Der Kurs ist sicherlich nicht schnell, aber landschaftlich ein Genuss. Von daher kann ich nur empfehlen, in Ruppichteroth zu starten“, sagt der ausgewiesene Volkslaufexperte Joe Körbs aus Königswinter: „Da es den Lauf zur Insel Grafenwerth auch 2026 nicht gibt, ist Ruppichteroth der erste Volkslauf des Jahres in der Region.“

Der Osterlauf sei ein Stück Heimat geblieben, sagt Werner Kermelk: „Ob mit Medaillen vom Brölbähnchen oder mit neuer Streckenführung – der Charakter ist erhalten geblieben.“ Im Zeitplan bleibt deshalb auch vieles traditionell. Bambini- und Schülerläufe auf dem Sportplatz an der Bröltalhalle machen den Auftakt, danach folgen die Hauptläufe. Wer erstmals dabei ist, wird eine familiäre Atmosphäre vorfinden.

Veranstalter sprechen vom „Dorffest mit Startnummern“

„Das ist kein Massenlauf, sondern ein Dorffest mit Startnummern“, so Katharina Kermelk. Dass es so bleibt, ist ihr wichtig. „Wir wollen niemandem etwas aufzwingen, sondern mit Läufern, Helfern und Zuschauern gemeinsam feiern. Das war immer der Gedanke. Und das soll auch 2026 so sein.“

„Es macht mich stolz, dass wir es geschafft haben, auch nach der Corona-Zwangspause wieder neu durchzustarten“, ergänzt Vater Werner. „Der Osterlauf lebt – und das ist das Entscheidende.“ Und über allem wird das Motto der Organisatoren schweben: „Rennen enden. Die Liebe zum Laufen nicht.“