Es wäre ein Höhepunkt ihrer bisherigen Schaffenszeit: Erstmals soll die Ruppichterother Deutschrock-Band Kärbholz am Freitag um 12.45 Uhr auf der Hauptbühne des legendären Festivals in Wacken auftreten, bei drei Gastspielen vorher waren es nur Nebenbühnen.
Doch die Anreise war am Mittwoch für die Band bereits beschwerlich, nachdem die Verantwortlichen wegen des schlechten Wetters den Einlass der Zuschauer gestoppt haben.
Für Kärbholz geht es am Freitag mit dem Taxi zum Wacken-Auftritt
„Wir sind jetzt erstmal hier bei einem Bekannten untergekommen, der etwa zehn Kilometer weit entfernt wohnt“, berichtet Gitarrist Adrian Kühn. Später fand er mit seiner Freundin eine Unterkunft auf einem Pferdehof in der Nähe. „Ich weiß gerade gar nicht, wo die anderen jetzt überall sind.“ Es regne immer weiter.
Alle Bandmitglieder, außer Kühn noch Torben Höffgen, Stefan Wirths und Henning Münch, verzichteten darauf, ihren Pick-up und ihr Vorzelt von einem Traktor auf den Artists- und VIP-Campingplatz schleppen zu lassen. „Wir werden wohl erstmals am Freitag mit dem Taxi zum Auftritt fahren“, kündigt er trocken an. Das Festival sei derweil im Gange: „Ich höre in der Ferne laute Musik.“

