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Lärmaktionsplan428 Betroffene: Wachtberg will Lärm an der L158 messen lassen

Der Gemeinderat will die Belastung in Pech und Villip nach der Straßensanierung überprüfen lassen.

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Rathaus Wachtberg.

428 Menschen sind im besonders belasteten Abschnitt der L158 in Wachtberg-Pech von erhöhten Verkehrslärmpegeln betroffen. Das geht aus dem Lärmaktionsplan der Gemeinde aus dem Jahr 2024 hervor.

Messungen erst nach der Sanierung

Nun sollen Messungen vor Ort zeigen, wie sich die Lärmsituation nach der Sanierung der Landesstraße 158 entwickelt. Wann diese stattfinden, steht allerdings noch nicht fest, teilt die Gemeinde mit. Der Rat hat am 14. Oktober einstimmig beschlossen, bei Straßen.NRW Lärmmessungen entlang der L158 in Villip und Pech zu beantragen.

Sie sollen erst nach der Sanierung der jeweiligen Fahrbahnabschnitte erfolgen. Sowohl für die Messungen als auch für die Fertigstellung der Sanierungsarbeiten gibt es bislang keinen verbindlichen Termin. Wie die Gemeinde auf Anfrage mitteilt, beruhen die bisherigen Lärmwerte auf einer rechnerischen Lärmkartierung und nicht auf Messungen vor Ort.

Für den besonders belasteten Abschnitt zwischen der Pecher Hauptstraße und dem Grünen Weg weist der Lärmaktionsplan maximale rechnerische Fassadenpegel von 71 Dezibel im Tag-Abend-Nacht-Zeitraum und 61 Dezibel in der Nacht aus.

428 Menschen hohen Lärmpegeln ausgesetzt

Insgesamt sind dort 428 Menschen Lärmpegeln von mehr als 60 Dezibel im Tag-Abend-Nacht-Zeitraum beziehungsweise mehr als 50 Dezibel nachts ausgesetzt.

Der Abschnitt ist im Lärmaktionsplan mit hoher Priorität eingestuft. Der Plan empfiehlt unter anderem, die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 50 Stundenkilometer zu reduzieren und die Fahrbahn mit lärmoptimiertem Asphalt zu erneuern. Ob die Geschwindigkeitsbegrenzung umgesetzt wird, ist noch offen, teilt die Gemeinde mit. Die Messungen sollen Aufschluss darüber geben, wie stark sich die angekündigte Sanierung tatsächlich auf die Lärmbelastung auswirkt.

Berechnungen ersetzen keine Messungen

Die bisherigen Berechnungen bilden dafür eine Grundlage, ersetzen aber keine Messungen unter den örtlichen Bedingungen. Erst nach Abschluss der Arbeiten lässt sich untersuchen, wie sich die Geräuschentwicklung auf den Straßenabschnitten darstellt. Die Ergebnisse können damit auch für die weitere Bewertung möglicher Schutzmaßnahmen relevant sein.

Lärmmindernder Asphalt angekündigt

Erste Arbeiten an der Fahrbahn sind bereits in Folge der Arbeiten an der Seibachbrücke erfolgt. Für weitere Sanierungsabschnitte hat Straßen.NRW nach Angaben der Gemeinde einen lärmmindernden Asphaltbelag angekündigt.

Dieser soll den Lärm um rund zwei Dezibel reduzieren. Die weiteren Sanierungsarbeiten sollen mit den Brückenbauarbeiten koordiniert werden. Ein verbindlicher Fertigstellungstermin steht jedoch noch nicht fest, teilt die Stadt auf Anfrage mit.

Gemeinde will sich für Schutzmaßnahmen einsetzen

Die geplanten Messungen sollen die Lärmsituation nach der Sanierung näher untersuchen und eine Grundlage für die Prüfung weiterer Schutzmaßnahmen schaffen. Sollte die Lärmbelastung für Autofahrer weiterhin hoch sein, will sich die Gemeinde gegenüber den zuständigen Stellen für geeignete Maßnahmen einsetzen. (roa)