Sieben Fechtbahnen, 190 Quadratmeter Kraftraum, KfW-40-Standard: Bonn stärkt seinen Ruf als Leistungssportstandort.
Planung seit 2019Neue Sporthalle in Bonn-Tannenbusch für zehn Millionen Euro eingeweiht

Die neue Sporthalle am Tannenbusch-Gymnasium.
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Das Tannenbusch-Gymnasium in Bonn hat eine neue Sporthalle eingeweiht. Die Gesamtinvestition beträgt rund zehn Millionen Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen förderte das Projekt mit 1,271 Millionen Euro aus der Sportstättenbauförderung sowie mit knapp 2,7 Millionen Euro aus dem Programm „Gute Schule“. Die Halle ergänzt den Schulcampus am Chemnitzer Weg um eine moderne Trainingsinfrastruktur, die schulische Bildung und Leistungssport unter einem Dach verbindet.
Sieben Fechtbahnen und 190 Quadratmeter Kraftraum
Die neue Halle verfügt über rund 190 Quadratmeter Athletik- und Krafttrainingsfläche sowie sieben fest installierte Fechtbahnen. Letztere stärken die Zusammenarbeit mit dem Bundesstützpunkt Fechten, der bereits eng mit der Schule kooperiert. Für das neu gegründete Nachwuchsleistungszentrum Taekwondo Bonn ermöglicht die Halle eine vollständige Mattenauslage. Kooperationen mit Vereinen in Taekwondo, Modernem Fünfkampf und Badminton sind bereits etabliert; weitere, etwa im Basketball, befinden sich in Vorbereitung.
Das Tannenbusch-Gymnasium ist eine von 18 NRW-Sportschulen und zudem vom DOSB als Eliteschule des Sports zertifiziert. Es bildet nach Angaben der Stadt Bonn den Kern einer Förderkette, die von der Grundschule bis zum Olympiastützpunkt reicht.
Planung zu Sporthalle seit 2019, Fertigstellung 2026
Der Grundsatzbeschluss zur Halle fiel im Februar 2019, ein Aufstockungsbeschluss folgte im September desselben Jahres. Im Jahr 2021 wurde der Energiestandard von KfW 55 auf KfW 40 angehoben. Das Gebäude verfügt über eine Photovoltaikanlage, ein begrüntes Dach und einen Fernwärmeanschluss.

Symbolische Schlüsselübergabe zur Fertigstellung der neuen Sporthalle am Tannenbusch-Gymnasium - vordere Reihe v.l.: Bezirksbürgermeisterin Nicole Bonnie, OB Guido Déus, Schulleiter Eike Schulz und Staatssekretärin Andrea Milz. Hinten v.l.: die Schüler*innen Chiara Rott, Tom Klein, Noah Kouame, Marvin Nduche, Eva Heiden, Jari Hannes sowie Badminton-Trainer Marc Hannes.
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Es ist vollständig barrierefrei zugänglich, inklusive Aufzug zwischen den Ebenen. Die Klassenräume im Obergeschoss wurden bereits im Februar 2026 für den Unterricht freigegeben.
Déus: „Beste Voraussetzungen für junge Athletinnen und Athleten“
Oberbürgermeister Guido Déus erklärte bei der Einweihung: „Die neue Sporthalle am Tannenbusch-Gymnasium ist ein zentraler Bestandteil unserer Sportentwicklungsstrategie und verbindet moderne Trainingsmöglichkeiten mit schulischer Bildung. Mit barrierefreier, nachhaltiger und leistungsfähiger Infrastruktur schaffen wir beste Voraussetzungen für junge Athletinnen und Athleten – und stärken Bonn als Standort für Talentförderung.“
Staatssekretärin Andrea Milz vom NRW-Sportministerium betonte: „Olympische und paralympische Erfolge beginnen nicht erst in den großen Arenen, sondern dort, wo junge Talente täglich trainieren können. Genau dafür schaffen wir hier in Bonn hervorragende Bedingungen.“
Schulleiter Eike Schultz sagte: „Die neue Sporthalle ist mehr als nur ein Gebäude – sie ist ein Ort, an dem Schule und Leistungssport optimal zusammenwachsen.“
An der symbolischen Schlüsselübergabe nahmen neben Déus und Milz auch Bezirksbürgermeisterin Nicole Bonnie sowie Schülerinnen und Schüler der Schule teil, wie die Stadt Bonn mitteilt.