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Gefahr für SchutzgebietStadt Bonn sperrt illegale Mountainbike-Trails am Venusberghang

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Ein Mountainbiker fährt einen Singletrail hinunter.

Die Stadtförsterei Bonn hat in der Vergangenheit bereits wiederholt illegal errichtete Mountainbike-Trails entfernen müssen. (Symbolbild)

Ziel des Amtes für Umwelt und Stadtgrün ist es, den ursprünglichen Zustand der Natur am Venusberghang schnellstmöglich wiederherzustellen.

Die Stadt Bonn schiebt Mountainbike-Fahrenden auf verbotenen Strecken einen Riegel vor und sperrt die illegalen Trails am Venusberghang. Zu groß sei der negative Einfluss auf die geschützte Natur, teilte die Stadt in einer Pressemitteilung mit.

Die intensive Nutzung von Rampen und Steilkurven stelle eine ernsthafte Bedrohung für das empfindliche Ökosystem dar, begründet das Umweltamt sein Vorgehen. Insbesondere der Venusberghang stehe im Fokus, da die Abfahrten im Schutzgebiet zwischen Poppelsdorf und Bad Godesberg besonders beliebt zu sein scheinen, heißt es weiter. Die Stadtförsterei musste hier bereits in der Vergangenheit wiederholt illegal errichtete Trails entfernen.

Baumstämme und Hinweisschilder versperren künftig die Streckenzugänge

Um der Gefährdung von Pflanzen und Tieren am Venusberghang entgegenzuwirken und den ursprünglichen Zustand der Natur schnellstmöglich wiederherzustellen, hat das Amt für Umwelt und Stadtgrün nun in Absprache mit dem Regionalforstamt Zugänge zu illegalen Trails mit großen Baumstämmen versperrt und informierende Hinweisschilder angebracht.

Um langfristige Lösungen zu finden, will die Stadt ein legales Mountainbike-Angebot einrichten. Dazu wurden bereits erste Schritte einer Machbarkeitsstudie für legale Trails im Bonner Stadtgebiet durchgeführt. Die Ergebnisse sollen in Zukunft Natur und Landschaft schützen und gleichzeitig eine Alternative zu illegalen Strecken bieten. (nis)