Bonn – Die Kirschblüte in der Bonner Altstadt lockt wie jedes Jahr Tausende Touristen in die Heerstraße und die Breite Straße, wo die japanischen Zierkirschen vor allem stehen. In beiden Straßen bilden die Kronen der Bäume über Hunderte von Metern rosafarbene Blüten-Baldachine.

Die Fassaden der gründerzeitlichen Häuser in dem ehemaligen Arbeiter- und Handwerkerviertel Bonns erhalten durch die Blütenzier einen besonderen Reiz.
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Vor 30 Jahren gepflanzt
Die etwa 300 Bäume wurden Ende der 1980er Jahre gepflanzt, als das Straßennetz in dem Viertel nördlich der Fußgängerzone saniert und mit Kopfsteinpflaster ausgestattet wurde. Dass sich aus den Zierkirschenalleen einmal ein Touristenmagnet entwickeln würde, unter Bonn-Besucher Selfies schießen, Hochzeitspaare zum Fotoshooting posieren und unzählige Gäste mit offenem Mund ob der Blütenpracht hindurchflanieren, konnte vor 30 Jahren niemand ahnen.

Die Heerstraße und die Breite Straße werden zur Kirschblütenzeit zu Fußgängerzonen, weil Tausende Gäste sich das Blütenspektakel anschauen.
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Die zehn Tage bis zwei Wochen dauernde Blüte macht aus den schmalen Straßen des Viertels vorübergehend eine Fußgängerzone. So viele Menschen sind unterwegs, dass motorisiert kaum ein durchkommen ist, insbesondere natürlich auf der Heerstraße und der Breite Straße.

Eine Balletttänzerin springt unter den Kirschblüten quer über die Straße.
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Genau genommen ist es sogar Zufall, dass überhaupt Nelkenkirschen – botanischer Name: prunus serrulata kanzan – in der Altstadt gepflanzt wurden. Die Stadt hatte sich eigentlich für Weißdorn entschieden. Der war aber damals wegen einer grassierenden Pilzerkrankung in der Region gerade Mangelware.

Auch im Schein der Straßenlaternen kommt die Blütenpracht zur Geltung.
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Japaner feiern Hanami
Die Touristen freut's. Insbesondere die Japaner: Für die hat die Blüte dieses Baumes eine fast religiöse Bedeutung.
Im japanischen TV und im Radio wird zur Blütenzeit genau angegeben, in welcher Region und welchem Ort die Kirschblüte gerade begonnen hat, damit die Menschen „Hanami“ feiern können, das Kirschblütenfest. Also kommen auch sie in großer Zahl nach Bonn, filmen, fotografieren, gucken sich ihre Fotos an und versenden sie in alle Welt. (ps)
