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Maßnahmen gegen UnwetterBonn bereitet sich auf Gewitter und Starkregen vor

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Starkregen hat wiederholt in Bonn zu sintflutartigen Überschwemmungen geführt (Archivfoto).

Starkregen hat wiederholt in Bonn zu sintflutartigen Überschwemmungen geführt (Archivfoto).

In den vergangenen Jahren ist es mehrfach zu Überschwemmungen in Bonn gekommen. Welche Maßnahmen die Stadt ergreift.

Der Deutsche Wetterdienst hat für Freitag und Samstag, den 20. Juni 2026, eine Unwetterwarnung für Nordrhein-Westfalen herausgegeben. Neben einer extremen Hitzewelle drohen auch örtlich kräftige Gewitter mit Starkregen – und damit erneut die Gefahr von Überschwemmungen im Bonner Stadtgebiet.

Deutscher Wetterdienst: Sintflutartige Überschwemmungen möglich

Starkregen kann in kurzer Zeit enorme Wassermengen auf versiegelte Flächen bringen und lokale Überflutungen auslösen, die sich gewaschen haben. Das musste Bonn in den vergangenen Jahren mehrfach schmerzlich erleben: Nicht nur Grundstücke und Gebäude in unmittelbarer Nähe von Bachläufen waren betroffen – auch inmitten der Bebauung, weit ab von jedem Gewässer, richteten die Wassermassen erhebliche Schäden an.

Angesichts der aktuellen Wetterprognose hat das Tiefbauamt der Stadt Bonn bereits vorsorglich gehandelt.

Unwetter im Anmarsch: Tiefbauamt kontrolliert Bachgitter und Durchlässe in Bonn

Als erste Maßnahme wurden an den Bächen im Stadtgebiet die sogenannten Bachgitter kontrolliert und – wo nötig – von Ästen, Unrat und Müll befreit. Diese Gitter sollen verhindern, dass Treibgut Durchlässe und Verrohrungen verstopft und dadurch Wasser aufstaut, das sich dann unkontrolliert ausbreitet.

Damit nicht genug: Das Tiefbauamt setzt auf ein modernes Hochwasser-Alarmsystem, das in den vergangenen Jahren an verschiedenen Bächen in Bonn installiert wurde. Herzstück ist eine radarbasierte Messeinheit, die die Pegel der Bäche kontinuierlich erfasst – 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr, ohne Unterbrechung.

An einigen Messstellen ergänzt Videotechnik die Radaranlage. Steigen die Pegel auf ein kritisches Niveau, können Mitarbeitende des Tiefbauamts per Video sofort einen Blick auf die Wasserstände und Brückendurchlässe werfen, ohne selbst vor Ort sein zu müssen. Im Ernstfall wird umgehend die Feuerwehr alarmiert, und die Rufbereitschaften des Tiefbauamts werden aktiviert. Die enge Zusammenarbeit mit der Feuerwehr ist dabei ein zentraler Baustein des städtischen Krisenmanagements.

Hauseigentümer in der Pflicht: Eigenvorsorge ist entscheidend

Neben allen städtischen Maßnahmen appelliert das Tiefbauamt ausdrücklich an Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer, selbst aktiv zu werden. Denn bei Starkregen- und Hochwasserereignissen kann auch der beste kommunale Schutz nicht jeden Einzelschaden verhindern.

Wer wissen möchte, wie hoch das Überflutungsrisiko für das eigene Grundstück ist, findet auf www.bonn-unter.info eine interaktive Karte sowie konkrete Hinweise zu Schutzmaßnahmen. Weiterführende Informationen zu Starkregen und Hochwasser hält die Stadt Bonn außerdem unter www.bonn.de/starkregen und www.bonn.de/hochwasser bereit.

Hintergrund: Starkregen und Klimawandel

Ereignisse wie das aktuelle Unwetter sind kein Zufall. Der Klimawandel sorgt dafür, dass Extremwetterereignisse in Mitteleuropa häufiger und heftiger werden. Für Städte wie Bonn bedeutet das: Vorsorge ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit – sowohl auf kommunaler Ebene als auch im privaten Bereich.