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Mit Zuschuss und SpendeDie Eitorfer Kinderfeuerwehr hat jetzt ein eigenes Auto

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Die Kinderfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr hat jetzt ein eigenes Mannschaftstransportfahrzeug, finanziert von Land, Eitorf-Stiftungen, Volksbank und Förderverein.

Die Kinderfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr hat jetzt ein eigenes Mannschaftstransportfahrzeug, finanziert von Land, Eitorf-Stiftungen, Volksbank und Förderverein.

Das Land, der Förderverein, die Eitorf-Stiftung und die Volksbank Köln/Bonn haben das Mannschaftstransportfahrzeug bezahlt.

Jetzt hat die Kinderfeuerwehr Eitorf, immerhin 40 Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis zehn Jahren sind dabei, ein eigenes Auto. Es ist ein neunsitziges Mannschaftstransportfahrzeug mit Automatikgetriebe und 150 PS. Die Leiterin der Nachwuchstruppe, Lorena Knoke, muss sich jetzt einen Wagen weniger besorgen, wenn sie auf Zeltlager oder Ausflüge fährt. Und kann Werbung machen, Kinderfeuerwehr Eitorf steht nämlich groß außen dran.

Neun Sitzplätze hat der Ford Transit, der auch mit Kindersitzen ausgestattet ist und viel Platz für Gepäck hat.

Neun Sitzplätze hat der Ford Transit, der auch mit Kindersitzen ausgestattet ist und viel Platz für Gepäck hat.

Knapp 45.000 Euro hat das ordnungsgemäß rote Gefährt gekostet. Das Land Nordrhein-Westfalen bezuschusste es über das Innenministerium mit 80 Prozent. Voraussetzungen sind, dass es für fünf Jahre nicht im Einsatzdienst genutzt wird, andererseits müssen Vorrichtungen für Sondersignale und Funktechnik vorgesehen sein. Das erledigten die Eitorfer selbstredend. „Wir hatten sowieso nicht vor, damit in Einsätze zu fahren“, erklärte Jürgen Bensberg, Leiter der Eitorfer Feuerwehr, der nach Krankheit noch nicht wieder im Dienst ist.

Deshalb haben sich seine Stellvertreter Florian Steiner und Moritz Baumgart um die Organisation, auch die der kleinen Feierstunde zur offiziellen Übergabe, gekümmert. Steiner hatte das Förderprogramm des Landes ausfindig gemacht, nachdem 2023 die Kinderfeuerwehr gegründet worden war. Seit 2017 schon hat NRW inzwischen 156 Kinderfeuerwehren mit einem einmaligen Zuschuss zur Anschaffung solcher Fahrzeuge unterstützt.

„Wir haben das erstmals beantragt, und es hat direkt geklappt“, freute sich Steiner. Doch eine Kinderfeuerwehr hat kein eigenes Budget, die Finanzierungslücke konnte die Freiwillige Feuerwehr nicht stemmen. Also wandte sie sich an den Förderverein. Insgesamt fehlten knapp 11.000 Euro, das lag auch über den finanziellen Möglichkeiten des Fördervereins, wie Manfred Kania unumwunden zugab.

Aber Eitorf wäre nicht das Dorf im besten Sinne, wenn es da nicht weitere Möglichkeiten gäbe. Die Eitorf-Stiftung sprang sofort mit 2200 Euro ein. Deren Vorsitzende Pia Wiedemann stellte diese Spende in die Reihe der Zuwendungen, die ihre Stiftung der Freiwilligen Feuerwehr schon hat zukommen lassen - Zelt, Defibrillator, Zuschuss zu einem Auto für die Jugendfeuerwehr und nun für die Kinderfeuerwehr.

Die Volksbank Köln/Bonn hat auf jede Spende zehn Euro drauf gelegt

Und auch das hätte noch nicht ausgereicht. Der Feuerwehr-Förderverein bewarb sich erfolgreich beim Projekt „All zesamme - viele schaffen mehr“ der Volksbanken. 123 Spenderinnen und Spender brachten über ein Fundraising 4800 Euro auf, die Volksbank Köln/Bonn packte für jeden nochmal zehn Euro drauf, so dass rund 6000 Euro zusammen kamen. Silke Severin meinte: „Auf den ersten Blick sieht das nach vielen Erfahrungen und Erlebnissen für die Gemeinschaft und den Teamgeist aus.“

Das Logo der Kinderfeuerwehr prangt an der Seite, auf dem Heck sind die Spender mit Aufklebern verewigt.

Das Logo der Kinderfeuerwehr prangt an der Seite, auf dem Heck sind die Spender mit Aufklebern verewigt.

Das entspricht genau den Vorstellungen von Knoke und ihren sieben Gruppenleiterinnen, die in zwei Gruppen die Mädchen und Jungen spielerisch auf die Jugendfeuerwehr vorbereiten, die ab einem Alter von zehn Jahren aufnimmt. Die verbliebenen 2700 Euro steuerten schließlich Kania und seine Mitstreiter bei.

Bürgermeister Rainer Viehof schlug den Bogen zur Pflichtaufgabe der Kommune, den Brandschutz zu organisieren. Die Nachwuchsförderung sei da enorm wichtig, um das überhaupt aufrecht erhalten zu können. Die Eitorfer Kinderfeuerwehr hat enormen Zulauf, gerade kann sie niemanden mehr aufnehmen. Und auch die Jugendfeuerwehr ist mit 45 bis 50 Kindern und Jugendlichen eine entscheidende Nachwuchsschmiede.