Maric Verch singt das erste Mal vor mehreren Menschen und dementsprechend sei er beim Casting ziemlich nervös gewesen. Zur Musik ist er schon früh gekommen.
„Mein Lieblingsgenre ist Schnulze“Maric Verch tritt mit Herbert-Grönemeyer-Song bei DSDS auf

Der 31-Jährige wählte für seine Performance einen Song von Herbert Grönemeyer.
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„Ohne Musik könnte ich mir kein Leben vorstellen“, sagt Maric Verch. Der Eitorfer ist Teilnehmer bei der aktuellen Staffel „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS). Bislang habe er sich noch nicht getraut, vor anderen Menschen zu singen. „Die Anmeldung diente zum Verlassen meiner Komfortzone“, erklärt er.
Vor dem Casting sei er sehr aufgeregt gewesen, erinnert sich der 31-Jährige im Gespräch mit dieser Zeitung. „Das war erstmal total neu für mich, die ganzen O-Töne und Interviews. Ich habe mich am Anfang vor der Kamera noch sehr gehemmt gefühlt“, berichtet Verch. Als Unterstützung brachte er seine Mutter und kleine Schwester mit in die Kölner MMC Studios.
DSDS-Casting: Eitorfer performt Song von Grönemeyer
Kurz vor seinem Auftritt habe er etwas „neben sich gestanden“, er sei aber voll fokussiert und „wie im Tunnel“ gewesen. Die Jury habe ihn dann zu seiner Erleichterung sehr herzlich empfangen. Für seine Performance wählte er den Song „Der Weg“ von Herbert Grönemeyer. „Ich wollte einen Song haben, auf den ich mich 100 Prozent verlassen kann, dass ich keinen Textpatzer vor Aufregung habe.“
Generell lägen ihm emotionale Songs. „Mein Lieblingsgenre ist Schnulze“, sagt Maric Verch lachend. Seine stärkere Stimme höre sich zerbrechlich und kratzig an, daher könne er Emotionen gut transportieren.
Für den Eitorfer war es, wie er erzählt, beim DSDS-Casting besonders schön, auf andere Menschen zu treffen, die sich ebenfalls der Musik verschrieben hätten. „In meinem privaten Umfeld, außer meiner Familie, hab ich relativ wenig Menschen um mich herum, die auch im Musikbereich aktiv sind“, berichtet er.
Hauptberuflich arbeitet Verch in der Kinder- und Jugendpsychiatrie
Maric Verch ist in Eitorf aufgewachsen und hat in Bayern eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger abgeschlossen. Seit 2024 ist er zurück in seiner Heimat. „Ich war lange weg von Eitorf, und jetzt bin ich wieder da“, sagt er mit einem Schmunzeln.
Hauptberuflich arbeitet Verch in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Er habe viel mit Zwangserkrankungen, ADHS-Störungen oder anorektischen Patienten zu tun. „Für mich ist es das Schönste, die positive Veränderung in den Kindern zu sehen und dabei mitzuwirken“, erklärt der 31-Jährige.
Singen liegt beim 31-Jährigen in der Familie
Seine Mutter ist ebenfalls Sängerin. Bei ihren Auftritten, zum Beispiel auf dem Stadtfest in Waldbröl oder dem Lichterfest in Nümbrecht, war Verch häufig dabei. „Ich habe immer zu meiner Mama aufgeschaut und war immer stolz auf sie“, erzählt er.
Ich habe immer zu meiner Mama aufgeschaut und war immer stolz auf sie.
Mit dem Singen hat Verch als Jugendlicher angefangen. „Mit geträllert hab ich immer schon früh, aber dass ich so wirklich gemerkt habe, dass ich auch was mit meiner Stimme machen möchte, das fing so mit zwölf oder 13 Jahren an.“ Er habe noch nie Gesangsunterricht genommen und sich alles selbst beigebracht.
Maric Verch erhofft sich durch DSDS Kontakte in Musikbranche
Ab und an hat Verch sich schon im Songwriting ausprobiert und erste eigene Texte geschrieben. Veröffentlicht hat er aber noch keinen Song. „Ich weiß, wie man singt und Sachen aufnehmen kann, aber ich bin relativ unerfahren in dem Business, und dazu fehlen mir die Kontakte“, sagt er. Maric Verch hofft, durch seine Teilnahme bei DSDS mehr Kontakte in der Musikbranche zu knüpfen.
Die Castingshow hat er seit der ersten Staffel verfolgt. „Ich hab' immer gesagt, eines Tages möchte ich auch mal vor Dieter Bohlen singen.“ DSDS sei immer noch eine gute Chance, um sich und seine Musik zu zeigen, ist Maric Verch überzeugt. Besonders heutzutage sei es wichtig, sich von der breiten Masse im Internet abzuheben. „Gerade die Vermarktung ist extrem schwierig geworden, du musst mit irgendwas herausstechen.“
Die vierte Folge von „Deutschland sucht den Superstar“ ist seit Samstag, 11. April, auf der Streamingplattform RTL+ zu sehen und wird am Dienstag, 14. April, um 20.15 Uhr im TV ausgestrahlt.
