Matinee am Theater im ParkHeimatverein Eitorf feiert 40-jähriges Bestehen

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Thomas Baumgärtel, Thomas Feldkamp, Giovanni Vetere, Alwin Müller und Anja Welteroth (v.l.)

Kulturelles Netzwerk: Künstler Thomas Baumgärtel, Kulturmanager Thomas Feldkamp, Künstler Giovanni Vetere sowie die Vereinsspitze Alwin Müller und Anja Welteroth (v.l.)

Im Theater am Park feiert der Heimatverein Eitorf sein 40-jähriges Bestehen. Mit dabei war der Bananensprayer Thomas Baumgärtel.

Im kleinen Saal im Theater am Park feierten Mitglieder, Freunde und Förderer mit einer Matinée das 40-jährige Bestehen des Heimatvereins Eitorf. Damals wie heute steht die Frage im Raum, ob sich Heimat im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne in einer so schnelllebigen Zeit mit Digitalisierung und Überflutung mit Angeboten überhaupt noch unterbringen lässt.

Diese Frage stellte sich auch Alwin Müller, bevor er 2020 nach reiflicher Überlegung in der schwierigsten Corona-Phase den Vorsitz von seinem Vorgänger Engelberth Krips übernahm.

Was der Verein seither geschafft hat, ist weit mehr, als die Tradition zu erhalten. Der Vorstand hat den Heimatverein ins digitale Zeitalter geführt, neue Veranstaltungen und Aktivitäten ins Leben gerufen und dabei das Bewahren von Kulturgut nicht vergessen.

Vorsitz des Eitorfer Heimatvereins sorgt für einen Empfang wie im Wohnzimmer

Der Vorsitzende und seine Stellvertreterin Anja Welteroth empfingen die geladenen Gäste wie im eigenen Wohnzimmer. Für einen unterhaltsamen Wechsel im Ablauf sorgte das Bonner Duo „Die Weichspüler“.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die jüngeren Aktivitäten des Vereins. Dazu gehört in erster Linie die digitale Transformation des Heimatvereins, notwendig, um überhaupt in der Pandemie handlungsfähig zu sein. Stolpersteine und Alter Friedhof sind nun digitalisiert für einen virtuellen Rundgang mit dem Smartphone. Digitale Ausstattung für die Archivarbeit wurde angeschafft, der Vorplatz am Heimathaus neu gestaltet.

„Der Heimatverein passt genau in die Zeit“, lobte Matinee-Gast Giovanni Strazzanti die Arbeit. „Er hat neue Ideen, wie die Digitalisierung.“ Alle Generationen würden eingebunden. „Für mich hat der Heimatverein eine ganz große Bedeutung“, ergänzte Dr. Peter Dreßen, ehemaliger ärztlicher Leiter des Eitorfer St.-Franziskus-Krankenhauses.

Künstlertassen bringen 4000 Euro Erlös für die Gemeinde ein

„Bei uns wird mir generell zu viel gemeckert, da macht der Heimatverein bewusst, was wir für ein lebenswertes Leben haben können, an den wir uns mit Sehen, Anschauen, Mitmachen beteiligen können“, lobte Dreßen.

Ein Treffpunkt für alle Generationen sind die regelmäßigen Feierabendmärkte vor dem Heimathaus. Mit Unterstützung der Eitorf-Stiftung und viel Eigenleistung wurden die Friedrichsquellen saniert. Eng arbeitet der Verein mit dem Kulturmanager der Gemeinde, Thomas Feldkamp, zusammen.

Drei Künstlertassen, gestaltet von Giovanni Vetere, von Thitz und von Bananensprayer Thomas Baumgärtel bringen sie gemeinsam heraus. Der Erlös von 4000 Euro fließt in die Kulturarbeit der Gemeinde. Auch den „Eitalk“ tüfteln die Partner gemeinsam aus. Dieser geht am Samstag, 22. April, in die dritte Runde – mit Eitorfer Geschichten, die noch nicht erzählt wurden.


Über den Heimatverein Eitorf

Auf Initiative von Willi Hönscheid gründete sich am 9. März 1983 der Heimatverein Eitorf. Die 40 Teilnehmenden wählten ihn im Gasthaus Steffens in Niederottersbach zum ersten Vorsitzenden.

1992 übernahm Anna Neißkenwirth seine Nachfolge. In ihre Zeit fällt der Erwerb und Ausbau des Heimathauses am Place de Bouchain.

Von 2003 an führte Engelberth Krips 17 Jahre lang den Verein. Beliebt sind Veranstaltungen wie die Treffen beim treuen Husaren und die Weihnachtsscheune. 

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