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Umstrittene GenehmigungenWindeck verklagte Kreis wegen Steinbruch

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Der Basaltsteinbruch Imhausen wurde auch schon durch den Naturschutzbeirat des Kreises besichtigt.

Mitglieder des Naturschutzbeirats bei einer Besichtigung des Steinbruchs in Imhausen.

Seit längerer Zeit gibt es Beschwerden über den Abbau in Imhausen. Genannt werden Sprengungen, Erschütterungen und andere Immissionen.

Die Gemeinde hat den Rhein-Sieg-Kreis verklagt, weil dieser die Erweiterung des Steinbruchs der Basalt AG Linz in Imhausen genehmigte. Das bestätigte der Windecker Beigeordnete Thomas Becher auf Anfrage. Daraufhin hob die Kreisverwaltung, die im Verfahren beim Kölner Verwaltungsgericht verschiedene Punkte mit dem Gericht erörterte, ihre Genehmigung für das Gebiet des Lärmgutachtens zunächst zurück.

Sie sei noch überarbeitungsbedürftig gewesen, berichtete der Leiter des Kreisumweltamtes, Jörg Bambeck, ebenfalls auf Anfrage. Nachdem man dieses Lärmgutachten in verschiedene Richtungen überprüft und die Hinweise der Gemeinde Windeck berücksichtigt habe, habe der Kreis jetzt einen neuen Bescheid zur Genehmigung der Erweiterung des Steinbruchs erlassen.

Lebensräume für seltene Amphibien

Die Gemeindeverwaltung müsse jetzt prüfen, ob sie ihre Klage auch weiterhin gegen diese neue Genehmigung aufrechterhalten wolle, sagte Bambeck. Das passiere bereits, bestätigt Becher. Seine Verwaltung prüft derzeit im Benehmen mit der beauftragten Kanzlei, wie mit diesem neuen Bescheid konkret rechtlich weiter umzugehen ist. Die bisher genehmigte Betriebsfläche des Steinbruchs umfasst rund 18 Hektar; die bisherige Abbaufläche beträgt laut Becher 11,2 Hektar. Beantragt wurde schon 2023 eine Erweiterung der Betriebsfläche um 2,14 Hektar auf rund 20,14 Hektar. Dadurch würde sich auch die Abbaufläche um 2,02 Hektar auf 13,22 Hektar vergrößern. Der Betrieb bietet traditionell aber auch Lebensräume für seltene Amphibien wie die Gelbbauchunken.

Der Imhausener Steinbruch besteht bereits seit vielen Jahrzehnten. Und der Gemeinde sind schon seit längerer Zeit Beschwerden und Hinweise aus der Bürgerschaft im Zusammenhang mit dem Betrieb bekannt, insbesondere zu Sprengungen, Erschütterungen und sonstigen Immissionen.

Mehrere Einwohner aus Imhausen hatten gegenüber der Gemeinde Schäden an Gebäuden oder Beeinträchtigungen reklamiert, die sie mit dem Steinbruchbetrieb in Verbindung bringen. Damit sei allerdings keine fachliche oder rechtliche Feststellung der Gemeinde verbunden, dass diese Schäden tatsächlich durch den Steinbruchbetrieb verursacht worden seien, betont der Beigeordnete. Für die immissionsschutzrechtliche Überwachung sei schließlich der Rhein-Sieg-Kreis als Genehmigungs- und Überwachungsbehörde zuständig.

Resolution aus dem Gemeinderat

Schon seit mehr als 15 Jahren kämpfen Bürger aus Imhausen und auch der Gemeinderat gegen eine Erweiterung des Abbaus der Grauwacke. Die Kommunalpolitiker verfassten sogar schon vor Jahren eine Resolution dagegen. Zuletzt wurde der Druck aus der Bevölkerung sowie durch die Fraktionen im Gemeinderat immer größer, so dass sich die Verwaltung nach einem Beschluss des Rates zu einer Klage vor dem Kölner Verwaltungsgericht entschloss. Erst Ende Juni hätten Anwohner erneut zwei äußerst starke Sprengungen im Steinbruch gemeldet, berichtet Dirk Bube von der SPD, der sich mit seinen Freunden seit 2010 gegen eine Erweiterung des Betriebes einsetzt.