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Gleitschirm-Unfälle in TirolFrau stirbt – 24-Jähriger aus Rhein-Sieg schwer verletzt

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Gleitschirmfliegen ist besonders im Sommer ein beliebter Sport. (Symboldbild)

Gleitschirmfliegen ist besonders im Sommer ein beliebter Sport. (Symboldbild)

Eine 28-Jährige wird tot hoch oben auf einem Baum entdeckt. Ein weiterer Flugsportler aus Rhein-Sieg wird ebenfalls schwer verletzt.

Eine junge Frau aus Hessen ist beim Gleitschirmfliegen in den Tiroler Alpen tödlich verunglückt. Wie die österreichische Polizei am Samstag mitteilte, stürzte die 28-Jährige am Vortag in einen Wald bei Neustift im Stubaital und krachte gegen einen Baum. Dabei erlitt sie tödliche Verletzungen.

Leblose Frau in Baumkrone entdeckt

Die Frau aus dem Schwalm-Eder-Kreis war gegen 10 Uhr im bewaldeten Bereich des Elfers in Neustift im Stubaital abgestürzt, teilte die Polizei Tirol am Sonntagmorgen (11. Juli) mit.

Ein Mann, der in dem Wald unterwegs war, bemerkte die leblose Frau, die in rund 40 Meter Höhe in einer Baumkrone hing, und alarmierte die Einsatzkräfte, wie eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Zuvor hatte der Sender ORF darüber berichtet. Wieso die Frau aus dem Schwalm-Eder-Kreis abstürzte, war vorerst unklar.

Mann aus Rhein-Sieg stürzt aus 25 Metern ab

Ein weiterer deutscher Gleitschirmflieger aus Nordrhein-Westfalen wurde am Freitag (10. Juli) im österreichischen Tirol verletzt. Wie die Polizei mitteilte, klappte sein Schirm aus ungeklärter Ursache zusammen, und der Mann stürzte aus rund 25 Metern Höhe in den Achensee.

Zwei Bootsfahrer beobachteten den Unfall des 24-Jährigen, bargen den Flugsportler und brachten ihn ans Ufer. Der Mann aus dem Rhein-Sieg-Kreis wurde danach mit einem Helikopter in eine Klinik geflogen. 

Gleitschirmfliegen ist ein Sport mit erheblichem Verletzungsrisiko, aber relativ seltenen tödlichen Unfällen. Das Risiko lässt sich durch gute Ausbildung, angepassten Flugstil und korrekte Wettereinschätzung deutlich reduzieren.

Einer Statistik des Deutschen Gleitschirm- und Drachenflugverbands (DHV) zufolge ist es in Deutschland in den vergangenen 10 Jahren durchschnittlich zu 120 Unfällen mit Schwerverletzten gekommen. In Deutschland sind pro Jahr etwa neun Todesfälle zu beklagen. Über die Hälfte der Unfallursachen passierten beim Landen und seien auf schlechte Landetechnik zurückzuführen, so die DHV-Statistik. (dpa/jv)