Um 10 Uhr war Schluss mit Unterricht, und die ganze Schule nebst umliegender Plätze verwandelte sich in einen Spielplatz. Federführend hatte das Team der Offenen Ganztagsschule (OGS) die Aktion vorbereitet – zu ihrem 20-jährigen Bestehen.
2003 waren wir die erste Grundschule im Rhein-Sieg-Kreis mit einer OGS.
Heute gehört die OGS längst an allen Hennefer Grundschulen zum Standard, und sie wird immer beliebter. Auch in Happerschoß zeichnet sich laut Schmitt-Welsch für das nächste Schuljahr schon wieder ein Überhang ab. „170 Kinder kriege ich spielend unter“, sagt sie. Zurzeit sind es sechs OGS-Gruppen mit 160 Kindern, 2003 war man mit 75 Jungen und Mädchen in drei Gruppen gestartet.

Eifrig wurde gemalt und gebastelt. Auch Schulleiterin Monic Beck, OGS-Gründerin und Leiterin Beate Schmitt-Welsch und OGS-Betreuerin Lea Felder (hinten v.l.) hatten daran Freude.
Copyright: Klaus Heuschötter
Vor Unterrichtsbeginn wird eine Frühbetreuung von 7.45 bis 8.15 Uhr angeboten. Vor den Nachmittag-AGs – 14 an der Zahl – essen die 160 OGS-Kinder in drei Schichten zu Mittag. Was auf den Teller kommt, dürfen sie mit aussuchen. Besonders beliebt sind Nudelgerichte und vegetarische Schnitzel.
Vegetarische Schnitzel und Nudeln sind bei den Kindern besonders beliebt
Hotdogs und Süßes waren für die Jungen und Mädchen freilich Nebensache. Nachdem einige von ihnen die Kinderrechte vorgetragen hatten, ging es ans Basteln, Schminken, Balancieren und Spielen. In einer Schmuckwerkstatt entstanden schöne Dinge, dabei auch ein Geschenk für Schulleiterin Monic Beck, die Geburtstag hatte.
Die Liste der Nachmittag-AGs zeigt, dass die OGS keinesfalls nur eine Kinder-Verwahrung ist. In der Vergangenheit hatte die Afrika-AG mehrfach für positive Schlagzeilen gesorgt, in anderen Gruppen wie „Jump and Dance“ wird Bewegung groß geschrieben. Zum Angebot gehören auch Leseförderung und eine „Zauberküche“.
Nach draußen geht es in der Boden-Werkstatt. Die Mitglieder stellen zum Beispiel Hustensaft aus Tannentrieben her. Und am 5. Dezember feiern wir den Tag des Bodens, erzählt Beate Schmitt-Welsch. Den nächsten Schwarz-Weiß-Tag, an dem sich alle entsprechend kleiden und Essbares und Gebasteltes in Schwarz und Weiß feilgeboten wird, gibt es im Frühjahr. Vorher steht noch der Basar im Advent auf dem Programm der OGS.

