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Klein und Becker sagen AdeTuS 05 Oberpleis verabschiedet zwei „Urgesteine“

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Sebastian Klein

Sebastian Klein steht in Oberpleis seit 17 Jahren zwischen den Pfosten. 

Keeper Sebastian„Schnapper“ Klein und Kapitän Tim „Schulz“ Becker bestreiten am Sonntag ihr letztes Heimspiel für den Fußball-Bezirksligisten.

Die Aufstiegsfrage in der Fußball-Bezirksliga 2 ist geklärt: Der TuS Oberpleis und der FC Friesdorf kehren in die Landesliga zurück. Da drei Vizemeister der insgesamt vier Bezirksligen im Verbandsgebiet den Gang nach oben antreten dürfen, ist dem besagten Duo das Ticket angesichts des hohen Punktequotienten nicht mehr zu nehmen. Wahlscheid steht indes mit dem Rücken zur Wand.


TuS 05 Oberpleis – SC Volmershoven-Heidgen (So., 15.15 Uhr). Die 05er mussten den jüngsten Sieg in Wahlscheid (3:2) teuer bezahlen: Für Jan Kostorz, Sebastian Witt (beide Bänderverletzung), Nikolas Klosterhalfen (Muskelverletzung) und Eric Zientz ist die Saison vorzeitig beendet. Letzterer hatte immerhin Glück im Unglück, denn das Kreuzband blieb unbeschädigt.

Als frisch gebackener Aufsteiger nutzt der TuS nun sein letztes Heimspiel, um zwei „Urgesteine“ zu verabschieden. Tim „Schulz“ Becker (31) und Sebastian „Schnapper“ Klein (36) beenden im Sommer jeweils ihre aktive Laufbahn. Eine Laufbahn, in der sie im Seniorenbereich ausschließlich für Oberpleis aktiv waren.

330 Einsätze für den TuS Oberpleis

Torhüter Klein absolvierte in 17 Jahren 330 Spiele für den TuS – und verbuchte dabei sogar zwei Tore (jeweils nach einer Ecke). „Es stand für mich nie zur Debatte den Verein zu wechseln“, sagt die langjährige unangefochtene Nummer eins. „Ich habe hier viele tolle Menschen kennengelernt. Das Highlight war natürlich der Aufstieg in die Mittelrheinliga 2011.“

In seiner letzten Spielzeit trug er mit bislang sechs Liga-Einsätzen (fünf Siege, ein Remis) dazu bei, dass man den „Betriebsunfall“ in der Vorsaison reparierte: „Der Abstieg als Landesliga-Dino war schon bitter. Aber mit dem direkten Wiederaufstieg haben wir den Verein dorthin zurückgebracht, wo er hingehört.“ Außerdem half er sechs Mal in der abstiegsbedrohten Reserve aus, wobei ausgerechnet er im jüngsten A-Liga-Match gegen den FC Kosova (4:1) nicht hätte spielen dürfen. Die Folge war eine 0:2-Wertung.

Tim Becker

Kompromissloser Abräumer: Tim Becker (rechts) vom TuS 05 Oberpleis.

Becker streifte sich seit 2014 bislang 295 Mal das rot-weiße Trikot über (15 Tore, 20 Assists). Am stolzesten ist er aber auf eine andere Statistik: Denn trotz seiner kompromisslosen Spielweise flog er nie vom Platz: „Ich war nie der Schnellste, aber das habe ich mit meinem Stellungsspiel wettgemacht.“ Wie sein langjähriger Weggefährte Klein schätzt auch der Kapitän die familiäre Atmosphäre im Siebengebirge: „Dort kann man sich einfach nur wohlfühlen. Unser Vorteil ist, dass wir fast ausschließlich Spieler mit regionalem Bezug zu Oberpleis im Kader haben. Daher hatte auch ich nie das Verlangen wegzugehen.“

Dass er die Fußballschuhe schon mit 31 an den Nagel hängt, hat einen einfachen Grund: Er will mehr Zeit mit seiner Frau und seinem Kind verbringen: „Ich kann mir aber vorstellen, irgendwann mal als Trainer oder Sportchef zu arbeiten – am liebsten natürlich in Plees.“ Auf dem Rasen verfolgen er und Klein ein letztes Ziel: „Wir wollen Meister werden und das Kreispokalfinale gegen Bergheim (14. Juni, Anm. d. Red.) gewinnen. Das Double zum Abschied wäre der Knaller.“


TuRa Oberdrees – Wahlscheider SV (So., 15.15 Uhr). „Auch wenn ich eigentlich nicht an Wunder glaube und die Chance auf den Klassenerhalt gering ist: Wir wollen sie nutzen“, sagt der Wahlscheider Sportchef Guido Radermacher angesichts eines Fünf-Punkte-Rückstands auf Deutz II und Uckerath. Der WSV ist sowohl in Oberdrees (5.) als auch im finalen Duell mit Friesdorf (2.) zum Siegen verdammt: „Wir haben bei der Last-Minute-Niederlage gegen Oberpleis gezeigt, dass wir mit den Topteams mithalten können.“


Weitere Partien: So., 15 Uhr: FC Hertha Rheidt – VfR Hangelar, 15.15 Uhr: TuS Buisdorf – FC BW Friesdorf, SV Leuscheid – SC Uckerath.