Gefährliche Kreuzung in Lohmar-WahlscheidDie Stadt hat den Schwarzen Peter

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Lohmar – Für die Stadt Lohmar wird das Ganze langsam zum richtig bösen Spiel: Mit Wahlscheid hat die Aggerkommune einen attraktiven Standort, der nach der aufwendigen Sanierung noch anziehender sein wird. Herrliche Landschaft, gute Anbindung. Aber wer will schon in einem Ort wohnen, in dem Anwohnern Fahrzeuge in die Vorgärten schleudern und in dem sich die Anlieger kaum trauen, von ihrer Wohnstraße auf die "gute Anbindung" abzubiegen? Eben. Und von Land, Kreis und Stadt, wen trifft dieses Problem? Nur die Stadt.
Dieter Siegberg hat ja Recht, wenn er sagt: Gegen Unaufmerksamkeit ist kein Kraut gewachsen. Aber er sagt auch: Verhindern ließen sich derartige Unfälle, und zwar mit einem Kreisel oder einer Ampel. Ein Kreisverkehr ist vom Tisch. Die Wahl wird also eng. Und zwar für die Stadt. Sie ist diejenige, die eine Ampelanlage planen müsste. Und sie ist es auch, die in Rat, Ausschüssen und im Alltag aufgebrachte Bürger beruhigen muss.
Sie gerät immer stärker unter Druck, kann ihn aber an Kreis und Land nicht weitergeben. Die können vielmehr korrekt und unaufgeregt die Unfälle so erfassen, wie sie ja zweifellos manchmal sind: Zufällig, selbstverschuldet, geringfügig. Den Schwarzen Peter hat die Stadt. Böses Spiel.

