Das neue Feuerwehrhaus in Lohmar-Birk soll im Frühjahr 2027 fertig werden und bessere Bedingungen für Einsatzkräfte und Nachwuchs schaffen.
Mehr Platz und SicherheitNeues Feuerwehrhaus in Lohmar-Birk nimmt Gestalt an

Richtfest für das neue Feuerwehrhaus: Im April 2027 soll es fertig werden.
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Der Bau des neuen Feuerwehrhauses an der Straße Zur Neuen Schule in Lohmar-Birk schreitet voran. Die Stadt Lohmar feierte mit Feuerwehrleuten und am Bau Beteiligten das Richtfest für das neue Gebäude, das im Vergleich zum alten Feuerwehrhaus mehr Platz, mehr Sicherheit und mehr Raum für Nachwuchs bei der Freiwilligen Feuerwehr schaffen soll. Das alte Feuerwehrhaus war nicht groß genug, um alle Einsatzfahrzeuge unterzubringen, außerdem gab es keine Umkleideräume für die Einsatzkräfte oder eigene Räume für die Jugend. Im neuen Feuerwehrhaus entsteht nun ein Zentrallager für die Jugendfeuerwehr der gesamten Stadt Lohmar.
Platz für alle Fahrzeuge und Umkleideräume für Männer und Frauen
„Mit dem Holzbau und Beton-Rohbau sind wir jetzt durch, auch das Dach ist zum größten Teil gedeckt“, sagte Thomas Pokall, der das Projekt beim Amt für Immobilienwirtschaft der Stadt Lohmar leitet. Bis Anfang April 2027 soll das Feuerwehrhaus voraussichtlich fertiggestellt werden. Das Gebäude ist L-förmig gebaut, mit zweigeschössigem Sozialtrakt und eingeschossiger Fahrzeughalle. In dieser geräumigen Halle finden sechs Feuerwehrfahrzeuge Platz. Auch der Vorplatz wird vielseitig genutzt: Hier soll es einen Waschplatz für die oft verrusten Fahrzeuge geben und eine asphaltierte Fläche für Übungen. Das gesamte Grundstück ist rund 6100 Quadratmeter groß.

In der Halle, wo künftig die Fahrzeuge Platz finden sollen, feierten Feuerwehrleute und alle am Bau beteiligten das Richtfest.
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Gleich neben der Halle sind zwei geschlechtergetrennte Umkleideräume mit Duschen und WCs angelegt. Sie sind in Schwarz-Weiß-Trennung gehalten, was mehr Sicherheit und Hygiene ermöglicht, wie Pokall erklärte. Wenn die Feuerwehrleute mit verrußter, mit Schadstoffen belasteter Kleidung von einem Einsatz kommen, ziehen sie diese im Abschnitt mit dunklem Boden aus. Nach dem Duschen ziehen sie sich im hellen Abschnitt saubere Kleidung an. Zusätzlich gibt es eine Stiefelwaschanlage.
Der Männerumkleideraum ist auf um die 50 Personen ausgelegt, der für Frauen auf etwa 20. „Es sind aktuell ein bisschen weniger, aber man muss ja auch langfristig denken, dass voraussichtlich auch noch Leute dazukommen“, erläuterte Pokall. Nachwuchsmäßig sehe es bei der Lohmarer Feuerwehr gut aus, und das wolle man mit dem neuen Feuerwehrhaus sichern.

Im Obergeschoss wird es unter anderem einen großen Besprechungsraum geben.
Copyright: Lilian von Storch
Eine Treppe hoch geht es am Eingang der Terrasse vorbei, die eventuell noch ein Dach bekommen soll: „Ein Ort, wo die Feuerwehrleute sich nach einem Einsatz mal hinsetzen, ausruhen und besprechen können.“ Außerdem gibt es im Obergeschoss kleinere Versorgungsräume für Technik und Aufbewahrung der Materialien sowie einen großen Besprechungsraum. Der kann durch eine Trennwand zusätzlich abgegrenzt werden, wenn es beispielsweise Räume für Jugend und Erwachsene braucht. Hier können außerdem Übungen stattfinden, beispielsweise zum Atemschutz. An den Besprechungsraum wird eine Küche angrenzen, außerdem gibt es einen Mehrzweckraum, wo unter anderem Platz für Fitnessgeräte sein soll.
„Wir sind für das verantwortungsvolle, ehrenamtliche Engagement der Feuerwehr sehr dankbar. Dafür brauchen die Feuerwehrleute die richtigen Rahmenbedingungen, also ein Arbeitsumfeld und Arbeitsverhältnisse, auf denen man dann aufbauen kann“, sagte Bürgermeister Matthias Schmitz beim Richtfest. „Das hier bietet endlich die Grundlage, denn die jetzige Wache ist viel zu klein.“ Der neue Standort soll die Löschbezirke Heide, Inger, Birk, Algert und Albach außerdem besser erreichbar machen, gleichzeitig müssen die Fahrzeuge dabei nicht durchs Dorf fahren.
Ein Fokus beim Bau des neuen Feuerwehrhauses lag auf dessen nachhaltiger Bauweise. Für den Innenausbau kommen Holz und Lehmbauplatten zum Einsatz. Außerdem sind eine Dachbegrünung, Photovoltaikanlage und eine Luft-Wasser-Wärmepumpe vorgesehen. „Das ist schon eine sehr aufwändige Konstruktion, mit Sicherheit nachhaltig, aber natürlich auch kostenintensiv“, sagte Matthias Schmitz. Hier investiere die Stadt, um Herausforderungen in der Zukunft meistern zu können. Geplant waren Baukosten von 8,2 Millionen Euro, die nach jetzigem Stand auch eingehalten werden können. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert das Projekt mit 415.000 Euro, den Rest trägt die Stadt Lohmar.
