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Demonstration und KundgebungWarnstreik in Lohmar: IG Metall fordert fünf statt 1,3 Prozent

Die Arbeitgeber bieten nur 1,3 Prozent ab Juli 2028 – der IG Metall reicht das nicht. Beschäftigte von mehr als 20 Betrieben legten die Arbeit nieder, weitere Streiks sind geplant.

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Warnstreik in Lohmar.

Mehr als 20 Industriebetriebe aus der Region, darunter die Unternehmen Mannstaedt, Walterscheid, Hennecke, Maxion Wheels, Hitachi Energy, Reifenhäuser, ZF Friedrichshafen, Eaton Industries, dormakaba sowie Rohde & Schwarz, beteiligten sich gestern am Warnstreik in Lohmar, zu dem die IG Metall Bonn-Rhein-Sieg aufgerufen hatte.

Die Forderungen der IG Metall

Die Forderung: fünf Prozent mehr Lohn, die Sicherung von Arbeitsplätzen und Standorten, tarifliche Gewinnbeteiligung für Beschäftigte in besonders gut laufenden Boom-Betrieben – wie zum Beispiel Rüstung, Luft- und Raumfahrt oder Medizintechnik – und eine stärkere Entlastung von Beschäftigten mit unteren Entgeltgruppen sowie Auszubildenden.

Zu wenig, zu spät

Die Arbeitgeber hatten ein Angebot vorgelegt, das eine Einmalzahlung bis Mitte 2027 und eine Erhöhung der Monatsentgelte um 1,3 Prozent ab Juli 2028 bei einer Laufzeit von 26 Monaten vorsieht. Das sei viel zu wenig und viel zu spät. Michael Korsmeier, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Bonn-Rhein-Sieg, spricht von einem „Angebötchen“, das die Kriterien nicht erfülle. „Deshalb mussten wir raus. Wir gehen für die fünf Prozent auf die Straße.“

Demonstrationszug und Kundgebung

Rund 1000 Teilnehmende haben sich zu einem Demonstrationszug mit Start beim Lohmarer Maschinenbauunternehmen Walterscheid an der Aggerstraße mit anschließender Kundgebung auf dem Frouardplatz versammelt. Die Pressestelle der Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis bestätigt diese Zahl.

Polizei meldet keine besonderen Vorkommnisse

Die Polizei hat die Demonstration begleitet und die Ortsdurchfahrt Lohmar auf der Hauptstraße (B484) zwischen 10.45 und 13 Uhr einseitig für den Verkehr gesperrt. „Das hat funktioniert, wie geplant und ohne besondere Vorkommnisse“, sagt Stefan Birk aus der Pressestelle der Kreispolizeibehörde. Nur der Abreiseverkehr habe etwas gehakt, was aber nicht weiter verwunderlich sei, denn nach der Kundgebung seien die Teilnehmenden mit Bussen zurück in ihre Betriebe gefahren.

Weitere Streiks angekündigt

Auch Korsmeier zeigt sich zufrieden: „Die Erwartungen sind erfüllt.“ Nicht nur die Stimmung sei sehr gut gewesen, auch das Wetter habe mitgespielt. „Wir stehen geschlossen hinter unserer Forderung.“ In den kommenden Wochen seien weitere Streiks geplant – bundesweit und auch in der Region. (var)