Nach Suchaktion bei BornheimVater und Sohn sterben nach Badeunfall im Rhein in Klinik

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Am Bornheimer Werth sind zwei Menschen unter Wasser gefunden worden, nachdem sie als Nichtschwimmer hineingegangen waren.

Ein Vater und sein Kind sind am Montagnachmittag bei Bornheim im Rhein untergegangen.

Rettungskräfte fanden Vater und Kind nach über einer Stunde im Rhein. Beide konnten nicht schwimmen.

Nach einer großen Rettungsaktion am Montagnachmittag (29. Mai) am Rhein bei Bornheim und Niederkassel sind zwei Menschen gestorben. Nachdem bereits am Montagabend bekannt wurde, dass ein Mann den Badeunfall nicht überlebt habt, ist inzwischen klar, dass auch sein Sohn tot ist.

Sowohl der sieben Jahre alte Junge, als auch sein Vater seien nach der Rettung aus dem Rhein im Krankenhaus gestorben, teilte ein Sprecher der Bonner Polizei am frühen Dienstagmorgen mit.

Badeunglück: Vater und Sohn nach Rettung aus Rhein gestorben

Das Kind und der 36-Jährige waren am Montag beim Baden im Rhein untergegangen. Beide waren später in einem Seitenarm des Rheins unter Wasser gefunden und nach Wiederbelebungsmaßnahmen in Krankenhäuser gebracht worden. Am Montagabend hatte ein Sprecher der Feuerwehr mitgeteilt, dass der Vater in der Klinik gestorben sei. Die Reanimationsmaßnahmen seien eingestellt worden. Zu dem Zustand des Kindes gab es am Abend zunächst keine weiteren Erkenntnisse. 

Badeunfall am Rhein: Kinder zur Abkühlung ins Wasser gegangen

Eine vierköpfige Familie war zum Grillen auf dem Bornheimer Werth gewesen, alles Nichtschwimmer. Die beiden Kinder, vier und sieben Jahre, waren zur Abkühlung am Wasser und sind vermutlich hineingefallen und untergegangen. Der 36 Jahre alte Vater sprang hinterher, um die beiden zu retten. Doch auch er tauchte nicht mehr auf. Das vier Jahre alte Kind konnte sich selbst an Land retten.

Eine groß angelegte Suchaktion wurde eingeleitet, an der sich schließlich bis zu 170 Einsatzkräfte beteiligten. Boote der Feuerwehren aus Niederkassel, Bonn und Bornheim waren ebenso unterwegs wie die der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft. Der Rettungshubschrauber „Christoph 3“ und ein Polizeihubschrauber überflogen den Rhein, weil nicht auszuschließen war, dass die beiden Körper abgetrieben worden waren.

Ein Rettungsschwimmer des DLRG sucht am Rhein nach Personen.

Mit einer großen Rettungsaktion suchten Feuerwehr und DLRG nach den vermissten Personen im Rhein.

Die Niederkasseler Feuerwehr schickte mehrere Trupps am Ufer entlang, die Helfer der DLRG besetzten mehrere Buhnen auf der rechten Rheinseite. Taucher der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes durchkämmten derweil den Seitenarm.

Rettungskräfte finden Kind und Vater im Rhein

Nach einer knappen Stunde entdeckten sie das sieben Jahre alte Kind und brachten es an Land. Der Rettungsdienst begann sofort mit der Wiederbelebung, unter Reanimationsbedingungen wurde es in ein Krankenhaus gebracht. Noch etwa eine halbe Stunde später konnte auch der Vater gefunden werden. Mediziner kämpften im Rettungswagen um sein Leben.

Zahlreiche Menschen hatten das Unglück beobachtet. Der Rettungsdienst musste schließlich elf Betroffene versorgen, die ganz offensichtlich unter Schock standen. Ein Notfallseelsorger kam ebenfalls zum Einsatz, insbesondere für die Familie. Das Psycho-Soziale Unterstützungsteam eilte nach Bornheim, um die Einsatzkräfte, die die beiden Opfer herausgeholt hatten, zu betreuen. (mit dpa)

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