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Am Rheidter Werth in NiederkasselSpaziergänger melden Person im Wasser – Rettungskräfte bergen lebensechte Puppe

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Spaziergänger meldeten am Rheidter Werthchen eine leblose Person im Wasser, sie stellte sich als lebensgroße Puppe heraus.

Spaziergänger meldeten am Rheidter Werthchen eine leblose Person im Wasser, sie stellte sich als lebensgroße Puppe heraus.

Spaziergänger hatten im überfluteten Gestrüpp Beine und Füße entdeckt. Sie alarmierten die Feuerwehr, die eine lebensgroß und lebensecht wirkende Puppe bargen.

Ein Großaufgebot der Feuerwehr rückte am Freitagvormittag zum Rhein aus. Zeugen hatten sich gemeldet und berichteten von einer Person, die am Ufer im Wasser liege. Zu sehen waren wohl hauptsächlich die Füße, der Rest sei unter Wasser und Gestrüpp. Auf beiden Seiten des Flusses machten sich Einheiten auf den Weg.

Aus dem Mondorfer Hafen machte sich das Boot der Löschgruppe Mondorf auf den Weg. Denn nach den Beschreibungen war der Fund in einem unwegsamen Gelände auf dem Rheidter Werth, und dort auf der Rheinseite. Die Besatzung steuerte die angegebene Stelle an. Von Land aus winkten Spaziergängerinnen, die mit ihren Hunden unterwegs gewesen waren. Vorsichtig glitt das Boot ans Ufer.

Spaziergänger meldeten am Rheidter Werthchen eine leblose Person im Wasser, sie stellte sich als lebensgroße Puppe heraus.

Spaziergänger meldeten am Rheidter Werthchen eine leblose Person im Wasser, sie stellte sich als lebensgroße Puppe heraus.

Auf Handyfotos waren tatsächlich nackte Füße zu erkennen. Die Einsatzkräfte befürchteten schon das Schlimmste. In ihren Überlebensanzügen stiegen sie in die kalten Fluten und näherten sich der vermeintlichen Person. Ein Feuerwehrmann zog sie mit einem sogenannten Einreißhaken unter dem Gebüsch hervor und packte sie an.

Als die Gestalt aus dem Wasser heraus kam, wurde deutlich, dass es sich trotz der täuschend echt wirkenden, fleischfarbenen Haut nicht um einen Menschen handelte. Der Kopf fehlte, aber an Stelle von Gewebe war eine Öffnung zu erkennen, in die ein Kopf gesteckt werden könnte. Kleidung trug die weibliche Puppe nicht.

Einsatzkräfte brachten die Puppe auf einen Fußgängerweg auf dem Rheidter Werth

Allzu lange konnte sie noch nicht im Fluss gelegen haben. Die Oberfläche war noch nicht verschlammt und wenig beschädigt. Die Einsatzkräfte schafften sie auf einen Fußgängerweg, zu dem auch ein Fahrzeug gelangen konnte. Die Wehrleute beruhigten die Spaziergänger. Es sei absolut richtig gewesen, die Feuerwehr zu rufen. Denn die Puppe sah wirklich täuschend echt aus.

Die Bonner Feuerwehr, die ebenfalls alarmiert worden war, nahm sie mit auf die Wache nach Beuel. Das Feuerwehrboot trat gegen die Strömung des Hochwasser führenden Rheins die Rückfahrt an, um zurück in den Mondorfer Hafen zu gelangen.