Interimslösung in NiederkasselGrundschüler sollen in Containern unterkommen

An der Kreuzung Rathausstraße/Pastor-Grimm-Straße sollen die Container stehen.
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Niederkassel – Weil die Gemeinschaftsgrundschule Niederkassel für das kommende Schuljahr 2023/2024 dringend zusätzliche Räume benötigt, die Zeit für Planung, Ausschreibung und Umsetzung eines Neubaus aber zu kurz ist, soll es kurzfristig eine Interimslösung mit Containerklassen geben. Das hat die Stadtverwaltung in der jüngsten Sitzung des Stadtrats-Ausschusses für Bauen und digitale Infrastruktur angekündigt.
Demnach sollen die Containerklassen auf einer Freifläche an der Kreuzung Rathausstraße/Pastor-Grimm-Straße aufgestellt werden. Das Areal, auf dem zuletzt zwei baufällige Einfamilienhäuser standen, wird zurzeit als Mitarbeiterparkplatz der Stadtverwaltung genutzt.
Aufstellung der Containerklassen wird rund 1,1 Millionen Euro kosten
Nach einer ersten Schätzung der Stadt wird die Aufstellung der Containerklassen rund 1,1 Millionen Euro kosten – eine erhebliche Belastung für den schon arg strapazierten städtischen Haushalt, wie Kämmerin Andrea Herkenrath in der Sitzungsvorlage anmerkt.
Ursprünglich hatte man im Rathaus geplant, die Containerklassen auf dem Schulgelände selbst unterzubringen. Das ist grundsätzlich an mehreren Standorten möglich. Allerdings würden die Container die Bauarbeiten für einen Erweiterungsbau der Grundschule behindern.
Schule muss für Pausen sicheren Weg zum Schulhof organisieren
Für die Grundschule hat der Standort Pastor-Grimm-Straße allerdings einen großen Nachteil: Er darf allein zu Unterrichtszwecken genutzt werden. Einen Pausenhof wird es dort nach Angaben der Stadt nicht geben. Die Schule muss deshalb zu Pausenzeiten einen sicheren Schulweg von den Containerklassen zum Schulhof organisieren müssen.
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Wann die Schule einen Erweiterungsbau in Massivbauweise erhalten wird, der die Containerklassen überflüssig macht, steht noch nicht fest. Planungsmittel dafür sollen in den nächsten Haushaltsplan der Stadt eingestellt werden.
Klar ist aber bereits, dass man im Rathaus den Abriss des Altbaus der Schule und einen Komplettneubau ablehnt. Bei dem Altbau handele es sich um ein „historisches, des Ortsbild prägendes Gebäude“, teilte die Verwaltung im Ausschuss mit.



